Sie wandelten ihr Geschäftsmodell: Das Machtgefüge der Hamburger „Hells Angels“
Seit den 1980er Jahren ging ohne die Hamburger „Hells Angels“ nichts auf St. Pauli und überhaupt – niemand wagte es, sich hier im Rotlichtmilieu gegen die „Höllenengel“ zu stellen. Und heute? Hat sich das Machtgefüge und Geschäftsmodell auf dem Kiez gewandelt.
Angefangen hatte alles Ende der 1970er Jahre. Die „Hells Angels“ wurden von der schlichten Rocker-Gang zu planvoll agierenden Akteuren im Rotlichtmilieu. Sie wollten ihr Stück vom Kuchen, der damals florierenden Ausbeutung von Frauen. Schon bald waren sie die Herren in Bordellen und Laufhäusern am Straßenstrich und auf St. Pauli.
Den Höhepunkt ihrer Macht erreichten sie zur Jahrtausendwende. Da rückten sogar mächtige Hannoveraner „Hells Angels“ an, wollten hier mitmischen.
Hamburger „Hells Angels“ wandelten ihr Geschäftsmodell
Die Polizei verhinderte dies. Die Hamburger „Hells Angels“ aber blieben. Doch sie wandelten über die Jahre ihr Geschäftsmodell. Das klassische Prostitutionsgewerbe lief nämlich immer schlechter, viele Bordelle stehen heute leer. Doch die „Angels“ erwarben viele Immobilien einfach selbst, vermieten dort teils ganz legal Ferienwohnungen.
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Im Übrigen bieten die „Hells Angels“ bei großen Kokaindeals ihre „Dienstleistungen“ an. Gegen angemessene Bezahlung sorgen sie durch ihre internationalen Verbindungen für sicheren Transport und korrekte Bezahlung.