Polizisten suchen am Einsatzort nach Beweisen für die Auseinandersetzung, bei der auch Schüsse gefallen sein sollen.

Polizisten suchen am Einsatzort nach Beweisen für die Auseinandersetzung, bei der auch Schüsse gefallen sein sollen. Foto: JOTO

Scharfe Schüsse in Wohnviertel: Fenster von Wohnhaus durchschlagen

In Barmbek-Nord kam es am Dienstagabend zu einem Großeinsatz der Polizei: Mehrere Personen waren offenbar in eine Auseinandersetzung verwickelt, bei der auch scharf geschossen wurde. Eine Fensterscheibe eines Wohnhauses wurde dabei durchlöchert.

Gegen 22 Uhr meldeten Anwohner Schüsse auf der Dieselstraße nahe der U-Bahn-Brücke. Als die Polizei eintraf, waren keine Personen mehr vor Ort, die in Zusammenhang mit den Schüssen standen.

Schüsse in Barmbek-Nord: Patronenhülsen gefunden

Zeugen berichteten, dass zuvor ein Streit unter mehreren Personen stattgefunden habe, bevor Schüsse fielen. Ermittlungen ergaben inzwischen: Es wurde mit scharfer Munition geschossen.

Offenbar wurde wahllos herumgeballert: Eine Fensterscheibe eines Wohnhauses wurde durchschlagen, ein weiteres Projektil traf die Fassade. Die Polizei sicherte bis spät in die Nacht Spuren am Tatort, setzte Markierungen und entdeckte mehrere Patronenhülsen. Einsatzkräfte suchten mit Spürhund und Metalldetektoren nach weiteren Hinweisen, konnten bislang jedoch keine weiteren Geschosse finden.

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Zudem wurden zwei Männer kontrolliert, die mit einem Auto in den Bereich fuhren. Bei ihnen wurden 400 Euro Bargeld und ein kleines Messer sichergestellt. Die Hintergründe der mutmaßlichen Auseinandersetzung sind weiterhin unklar. Verletzte gab es laut Polizeisprecher nicht. Das zuständige Kommissariat ermittelt.

GdP: „Schüsse sind längst keine Ausnahmen mehr“

„Wenn in einem dicht besiedelten Wohngebiet am späten Abend Schüsse fallen, zeigt das erneut, wie schnell sich gefährliche Situationen entwickeln können“, schrieb die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in einer Mitteilung zu dem Vorfall. „Solche Lagen sind längst keine Ausnahme mehr – und sie verlangen eine Polizei, die personell stark genug ist, sofort und mit ausreichenden Kräften zu reagieren.“

Rund 20 Streifenwagen waren im Einsatz. Die Spurensicherung stellte am Tatort Patronenhülsen sicher. Hinweise zu tatverdächtigen Personen nimmt die Polizei unter der Telefonnummer (040) 4286 56789 entgegen.

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