Polizei

Schüsse am Abrigado: SEK nimmt mutmaßlichen Auftraggeber fest

Ein Spezialeinsatzkommando führt den Mann ab, der die Schüsse am Abrigado in Auftrag gegeben haben soll.

Nach den Schüssen an der Schwarzenbergstraße in Harburg nimmt die Polizei einen Verdächtigen fest. Er soll die Tat in Auftrag gegeben haben.

Kehrt jetzt Ruhe auf dem Schwarzenberg ein? Am Mittwoch wurde das neue Sicherheitskonzept am Abrigado vorgestellt, nachdem im vergangenen Juni sogar Schüsse fielen. Einen Tag vorher hat die Polizei den mutmaßlichen Auftraggeber von damals verhaftet.

Am Vormittag durchsuchte ein Spezialeinsatzkommando eine Wohnung in Neugraben. Hintergrund sind die Schüsse, die am 15. Juni an der Schwarzenbergstraße gefallen waren. Ein 45 Jahre alter Mann wurde dabei verletzt. Im Zuge der Ermittlungen hatte es bereits Durchsuchungen und Festnahmen gegeben.

30-Jähriger soll Schüsse am Abrigado in Auftrag gegeben haben

Ein 30-Jähriger steht im Verdacht, die Tat im Juni in Auftrag gegeben zu haben. Bei der Durchsuchung stellten die Beamten eine scharfe Schusswaffe, mehrere Mobiltelefone und insgesamt rund 20.000 Euro Bargeld sicher. Außerdem stellte sich heraus, dass zwei Abschiebehaftbefehle gegen ihn vorliegen. Er wurde daher dem Amt für Migration übergeben.

In der Wohnung befanden sich zwei weitere Männer. Einer der beiden steht im Verdacht, gegen das Waffengesetz verstoßen zu haben. Der 31-Jährige wurde ins Untersuchungsgefängnis gebracht, wo er im Laufe des Tages einem Haftrichter vorgeführt werden soll. 

Bei dem zweiten Mann besteht nach Angaben der Polizei der Verdacht, dass er sich illegal in Deutschland aufhält. Auch der 32-Jährige wurde vorläufig festgenommen und nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen dem zuständigen Amt für Migration übergeben.

Ermittlungen dauern an – der Schütze fehlt immer noch

Die gemeinsamen Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei dauern an. Insbesondere wegen des Schützen, der bislang nicht identifiziert werden konnte.

Die Polizei bittet Zeuginnen und Zeugen, die Hinweise zu Tätern geben können oder weitere Beobachtungen im Zusammenhang mit der Tat gemacht haben, sich unter der Telefonnummer 040/4286-56789 oder bei einer Polizeidienststelle zu melden.