S-Bahn-Reinigung Graffiti

Ein Mitarbeiter reinigt im S-Bahn Werk in Ohlsdorf einen mit Graffiti bemalten Waggon. (Archivbild) Foto: picture alliance/dpa/Daniel Bockwoldt

Geschmiere und Ge­krit­zel: Drastischer Anstieg von Graffiti an Hamburger Bahnhöfen

Schmierereien an Zügen, Filzstift-Ge­krit­zel an Wänden: Die Bundespolizei muss deshalb bundesweit zunehmend mehr Anzeigen schreiben – so auch in Hamburg.

An Hamburger Bahnhöfen haben Täter von Januar bis Oktober mehr als doppelt so oft Züge und Bahnhofswände mit Graffiti besprüht und bemalt wie im Vorjahreszeitraum. Die Bundespolizei registrierte unter „Sachbeschädigung – Graffiti“ 515 Delikte, wie das zuständige Bundespolizeipräsidium in Potsdam mitteilte. Im Vorjahreszeitraum gab es demnach 225 Delikte.

Auch Filzstift-Gekritzel fließt in die Statistik ein

Wie ein Sprecher der Hamburger Bundespolizei erläuterte, melden sich beispielsweise Eisenbahngesellschaften bei der Polizei, wenn sie feststellen, dass ein Zug besprüht worden ist. Bundespolizisten schreiben auch Anzeigen, wenn sie etwa während eines Rundgangs Filzstift-Ge­krit­zel bemerken. Zu den Gründen des Anstiegs konnte die Polizei kurzfristig keine Angabe machen. 

Die Bundespolizei weist außer der Gesamtzahl der Delikte, die bundesweit um rund 7,4 Prozent gestiegen ist, die zehn zahlenmäßig am stärksten betroffenen Städte aus: Die meisten Delikte zählte die Bundespolizei in Berlin (1983) und München (872). Hamburg folgt im bundesweiten Negativvergleich auf Platz drei.

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Hannover (188) und Rostock (176) liegen auf den Plätzen acht und neun. Im Vorjahr gehörte im Norden abgesehen von Hamburg allein die Studentenstadt Greifswald mit 133 Delikten der Tabelle an. (dpa)

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