Hamburger Derby: Polizei nennt beeindruckende Fakten
Die Fans des FC St. Pauli und des HSV werden auch in Zukunft keine besonders guten Freunde sein: Zu groß ist die Rivalität. Früher war die Polizei bei einem Derby zwischen beiden Vereinen immer mit größter Mannstärke am jeweiligen Stadion im Einsatz. Die MOPO erfuhr, dass dieses Mal mehrere Hundert Polizisten weniger im Einsatz waren. Und das hat einen Grund.
Das Derby war schon die ganze Woche großes Thema in der Stadt. Diskutiert wurde über Schwächen und Stärken beider Mannschaften, Spielaufstellung und Prognosen über Sieg oder Niederlage. Es gab aber auch Stimmen, die eine Eskalation zwischen den Fans vorhersahen.
Derby: Fan-Märsche zum Stadion mit Pyros und Böllern
Das alles aber blieb aus. Wie ein Polizeisprecher am Samstagmorgen feststellte, blieben Zusammenstöße zwischen Fans oder Anfeindungen gegen Polizisten aus. Bis auf kleinere Vorkommnisse wie das Abbrennen von Pyros bei den Fan-Märschen verzeichnete die Polizei einen ruhigen Verlauf.
Und das aber nicht etwa wegen einer überdimensionierten Manpower an Polizeikräften. Ganz im Gegenteil. Nach MOPO-Informationen waren am Freitag – anders als bei früheren Derbys – sage und schreibe rund 700 Beamte weniger im Einsatz. Und das nicht etwa wegen möglicher Sparmaßnahmen, sondern vielmehr, weil sich die Beurteilung des Lagebilds deutlich verändert hat.
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Aus Polizeikreisen erfuhr die MOPO, dass die Zusammenarbeit mit den Vereinen immer besser funktioniert. Auch daraus ergeben sich dann völlig neue Beurteilungen des Lagebilds. Beim Hinspiel im Volksparkstadion waren noch rund 1900 Beamte eingesetzt. Beim Rückspiel am Freitag waren es lediglich rund 1200.
Polizei lobt die Zusammenarbeit mit den Vereinen
„Aus polizeilicher Sicht sind wir mit dem Verlauf des Einsatzes beim heutigen Stadtderby sehr zufrieden“, sagt Polizeisprecher Christian Schreiber. „Es gab keine größeren Sicherheitsstörungen. Unter Berücksichtigung der letzten Derbys sowie einer intensiven Einsatzvorbereitung, die auch einen konstruktiven Austausch mit beiden Vereinen beinhaltete, konnte unser Einsatzkonzept modifiziert und damit die Zahl der Einsatzkräfte für dieses Spiel deutlich reduziert werden.“
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