Ein Polizeiwagen auf St. Pauli im Einsatz (Symbolfoto).

Ein Polizeiwagen im Einsatz (Symbolfoto). Foto: IMAGO / opokupix

Reizgas-Attacke mit mehreren Verletzten in Kiez-Bar: Bar-Betreiber äußern sich

In einer Kneipe auf St. Pauli ist es in der Nacht zu Sonntag zu einem größeren Einsatz von Polizei und Rettungsdienst gekommen. Bei einer Reizgas-Attacke gab es mehrere Verletzte. Inzwischen hat sich auch der Betreiber geäußert.

Zu dem Einsatz kam es gegen 2.10 Uhr in „Daddys Bar“ an der Talstraße. Die Kneipe wirbt mit dem Slogan: „Hier ist Respekt oberstes Gebot.“ Ein männlicher Gast, der laut Polizei etwa 30 bis 35 Jahre alt ist, zeigte davon offenbar wenig – und versprühte aus bislang unbekannten Gründen Reizgas. „Wir betrachten diese Tat als gezielten Angriff auf unsere Community und die Hamburger Club- und Barszene“, gaben die Betreiber René Lugerth und Adrian Gehrig-Torres nach dem Vorfall bekannt.

Die Inhaber der „Daddy's Bar“: René Lugerth (rechts) und Adrian Gehrig-Torres. „Daddy\'s Bar“
Die Inhaber der „Daddy's Bar“: René Lugerth (rechts) und Adrian Gehrig-Torres.
Die Inhaber der „Daddy’s Bar“: René Lugerth (rechts) und Adrian Gehrig-Torres.

Derzeit sucht die Kriminalpolizei nach dem oder den geflüchteten Täter/n. Doch auch die Barbetreiber wollen nicht untätig sein und schreiben: „Gesucht werden Hinweise von Personen, die zur Tatzeit verdächtige Beobachtungen gemacht haben, gesehen haben, wie oder durch wen das Reizgas freigesetzt wurde, oder Personen bemerkt haben, die sich auffällig verhalten haben. Jeder Hinweis könnte für die Aufklärung entscheidend sein.“ Zeugen sollen sich entweder per Direktnachricht an die Bar oder an die Polizei wenden.

Zudem entschuldigen sich Barbetreiber Lugerth und Gehrig-Torres bei den betroffenen Gästen: „In dieser Ausnahmesituation mussten wir strikt den Anweisungen von Polizei und Feuerwehr folgen, um die Sicherheit aller Gäste und Mitarbeitenden zu gewährleisten.“ Sie appellieren an gegenseitige Aufmerksamkeit und Solidarität.

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Mehrere Gäste waren nach der Reizgas-Attacke mit Atemwegs- und Augenreizungen ins Freie geflüchtet. Zahlreiche Streifen- und Rettungswagen rückten an, Sanitäter versorgten die Betroffenen. Fünf Barbesucher wurden durch die Tat leicht verletzt, drei von ihnen wurden ins Krankenhaus gebracht.

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