Prügel-Attacke in Shisha-Bar: Opfer ist eine Rotlicht-Größe
Mehrere Männer stürmen in eine Shisha-Bar in Hohenfelde. Dort stürzen sie sich gezielt auf einen Mann und verprügeln ihn. Bekannte des Opfers kommen zur Hilfe, eine Massenschlägerei bricht aus. Als die ersten Streifenwagen am Einsatzort eintreffen, sind die Täter bereits über alle Berge. Das Opfer der Attacke ist ein Altbekannter – und im Rotlicht-Milieu eine richtig große Nummer.
Der Laden an der Lübecker Straße wurde bereits vor gut zwei Jahren zum Tatort. Im Sommer 2022 wurde dort Terry S. (27) mit mehreren Schüssen hingerichtet. Der 27-Jährige war tief in Geschäfte mit Drogen verstrickt. Nun also eine erneute blutige Auseinandersetzung in der Shisha-Bar.
Rollkommando stürmt in Shisha-Bar: Massenschlägerei
Um kurz nach Mitternacht am Dienstag stürmten mehrere Männer wie ein Rollkommando in die Bar und prügelten auf das Opfer ein. Der Mann erlitt Gesichtsverletzungen und wurde in ein Krankenhaus gebracht.
Nach MOPO-Informationen handelt es sich bei dem Verletzten um Omid F., einen mehrfach wegen Körperverletzung und Zuhälterei vorbestraften Mann, der im Milieu wegen seiner Muskelmassen „Körper-Klaus“ genannt wird. 2015 verprügelte er einen Radfahrer am Jungfernstieg, weil dieser es gewagt hatte, mit der flachen Hand auf das Dach von Omids Luxusflitzer zu klopfen, der verkehrsbehindernd auf der Straße geparkt hatte.
Verletztes Opfer ist eine bekannte Rotlichtgröße
Nicht die einzige Straftat von Omid F. Der Mann musste sich mehrfach wegen Zuhälterei vor Gericht verantworten. Bei einer Schlägerei mit Türstehern an der Großen Freiheit warf er mit Bänken um sich. Dem früheren Betreiber des Bordells „Laufhaus“ an der Reeperbahn schoss er im März 2007 in den Fuß und wurde später vom SEK festgenommen. Auf der Kieler Straße wurde er 2014 in seinem Sportwagen mit Tempo 150 geblitzt und versuchte sich später vor Gericht herauszureden.
Medienberichten zufolge soll Omid F. später Chef des „Laufhaus“ an der Reeperbahn gewesen sein. Das Bordell soll bis dahin unter der Führung eines Albaners gestanden haben, den Insider als den Kiez-Paten bezeichneten. Im Januar wurde dieser vor einer Edel-Disco in der City attackiert, die Angreifer sollen Tschetschenen gewesen sein.
Nach MOPO-Informationen soll auch der Überfall in der Shisha-Bar von Tschetschenen verübt worden sein. Auf MOPO-Nachfrage antwortete die Staatsanwaltschaft, dass man zu dem Vorfall und daran beteiligten Personen wegen der erst begonnenen Ermittlungen noch keine Angaben machen könne.
Als die Polizei nach der Attacke mit mehreren Streifenwagen am Einsatzort eintraf, waren die Täter bereits geflüchtet. Ein weiterer Mann ist bei der Attacke verletzt worden.