Sehen harmlos aus, sind aber äußerst gefährlich: illegale Böller.

Sehen harmlos aus, sind aber äußerst gefährlich: illegale Böller. Foto: imago/xcitepress

15-Jähriger durch illegales Feuerwerk schwer verletzt – Böller-Dealer geschnappt!

Der Silvester-Countdown läuft – auch für die Hamburger Polizei: In den vergangenen Tagen stellten Beamte mehrere hundert Kilo nicht zugelassene Pyrotechnik sicher. Dabei stießen sie auf einen 19-Jährigen, der einem 15-Jährigen einen illegalen Böller verkauft haben soll, der in seiner Hand explodierte.

Der Junge zündete den Böller am 10. Dezember auf einer Hundewiese am Niendorfer Marktplatz. Doch der „DumBum“-Böller explodierte bereits in der Hand des 15-Jährigen, der anschließend mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus kam. Bei einer Hausdurchsuchung entdeckte die Polizei dann weitere Böller, mit einer deutlich höheren Sprengstoffkonzentration als erlaubt.

Schwerverletzter 15-Jähriger: Verdächtiger geschnappt

Jetzt schnappte die Polizei den 19-Jährigen, der dem Jungen genau diese Böller verkauft haben soll. Er soll mindestens seit dem Sommer mit in Deutschland nicht zugelassener Pyrotechnik gehandelt haben, so die Polizei. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung in Billstedt und eines von ihm genutzten Lagers in Glinde seien rund 8000 Euro Bargeld und 30 Kartons Pyrotechnik sichergestellt worden, darunter etwa 40.000 Knallkörper des Typs „DumBum 5G“.

Auch in den Wohnungen seiner Kunden in Jenfeld, Langenhorn und Neuallermöhe hätten die Einsatzkräfte illegales Feuerwerk entdeckt. Insgesamt seien circa 450 Kilogramm nicht zugelassene Pyrotechnik aus dem Verkehr gezogen worden.

Teenager bei Übergabe illegaler Böller erwischt

Zuvor hatten Zivilfahnder beobachtet, wie in Nahe im Kreis Segeberg illegale Feuerwerkskörper aus einem Auto heraus übergeben wurden. Tatverdächtig sind zwei Teenager im Alter von 15 und 16 Jahren, der mutmaßliche Käufer der verbotenen Böller ist 16 Jahre alt.

Durchsuchungen nach Angriffen auf Einsatzkräfte an Silvester

In einem anderen Ermittlungsverfahren seien drei Wohnungen in Steilshoop und eine in Wilhelmsburg durchsucht worden. Sie sollen als Waffen- und Sprengstoffdepots genutzt worden sein.

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Dort wurden den Angaben zufolge unter anderem sieben Schreckschusswaffen, vier Teleskopschlagstöcke, Vermummungsmaterialien und mehrere hochexplosive sogenannte „Polenböller“ sichergestellt. Die Ermittlungen standen im Zusammenhang mit den Angriffen auf Einsatzkräfte am vergangenen Silvester in Steilshoop. (dpa/mp)

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