Polizisten kontrollieren ein Fahrzeug während eines Blitzermarathons in Hamburg.

Polizisten kontrollieren ein Fahrzeug während eines Blitzermarathons in Hamburg. Foto: picture alliance/dpa | Marcus Golejewski

Hamburger Polizei startet die „Speedweek“: Hier wird besonders oft geblitzt

Ab Montag wird in ganz Deutschland beim „Blitzermarathon“ wieder verstärkt nach Temposündern gefahndet – auch Hamburg ist eine ganze Woche lang dabei. Im vergangenen Jahr hat sich die Aktion hier ordentlich „gelohnt“.

Die Frühjahrsaktion vom 13. bis 19. April ist für die Polizeien der Bundesländer freiwillig. Nach aktuellem Stand wollen sich alle außer dem Saarland daran beteiligen. Gründe, nicht an der sogenannten „Speedweek“ teilzunehmen, sind zum Beispiel fehlende Kapazitäten oder Zweifel an ihrer Sinnhaftigkeit. Hamburg hat sich dafür entschieden: Innerhalb der „Speedweek“ wird es hier auch einen besonders kontrollierten Schwerpunkttag geben, dessen Datum noch nicht feststeht.

„Speedweek“ 2025: Polizei ahndete Tausende Verstöße

Klar ist: Die Polizei in der Hansestadt wird erneut mit vielen Beamten sowie stationären und mobilen Blitzern im Einsatz sein. Auch in Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein wurden entsprechende Aktionen angekündigt – in MV sollen sie sogar den gesamten April über laufen.

Der ADAC begrüßt die Maßnahme als Beitrag zu einem sichereren Verkehr in Deutschland. Der Leiter der Verkehrspolitik Ulrich Chiellino sagt: „Die Geschwindigkeit ist an die Umgebung anzupassen. So gesehen ist ein Tempolimit auch als Limit und nicht als Empfehlung zu verstehen. Jeder Verkehrsteilnehmende sollte sein Verhalten immer wieder hinterfragen und falls nötig verändern. Wir alle sind aufgefordert, mehr Achtung zu zeigen.“

In der letzten „Speedweek“ im August 2025 hatten in Hamburg rund 200 Polizisten den Verkehr beobachtet. Ihr besonderes Augenmerk lag am Schwerpunkttag auf der B75. An der Wilhelmsburger Reichsstraße, die den Süden mit der Innenstadt verbindet, fielen unter anderem ein Biker mit mehr als 100 km/h zu viel auf dem Tacho auf sowie zwei Motorradfahrerinnen mit einer fast ebenso hohen Geschwindigkeit – alle wurden mit zwischen 600 und 700 Euro Bußgeld, zwei Punkten in Flensburg und einem dreimonatigen Fahrverbot geahndet.

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Einer Auswertung zufolge wurden beim vergangenen Blitzermarathon 4640 Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung festgestellt. Die Beamten überprüften 551 Fahrzeuge und 516 Personen. In zehn Fällen hatten die Fahrer keinen Führerschein, 25 hatten ihr Handy am Ohr, 23 waren nicht angeschnallt, zwei standen unter Drogeneinfluss, und einer hatte sein Kind nicht ordnungsgemäß gesichert. Dazu kamen etliche Verkehrsverstöße wie Fehler beim Abbiegen, Missachtung des Mindestabstands und mangelhafte Ladungssicherung. (prei)

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