Lars Osburg ist neuer Landesvorsitzender der GdP in Hamburg.

Lars Osburg ist Landesvorsitzender der GdP in Hamburg. Foto: Marius Röer

Olympia in Hamburg? Polizei-Gewerkschaften sind sich uneinig

Dafür oder dagegen? Bis Ende Mai haben die Hamburger Zeit, für oder gegen eine Olympia-Bewerbung der Stadt zu stimmen. Die beiden Polizeigewerkschaften sind sich noch nicht einig. Eine Seite bekommt Rückendeckung von Finanzsenator Andreas Dressel (SPD).

Zwei Wochen vor dem Referendum über eine Olympia-Bewerbung Hamburgs hat die Deutsche Polizei-Gewerkschaft (DPolG) ihre Mitglieder dazu aufgerufen, dagegen zu stimmen. Die Gewerkschaft begründete dies mit der Kritik an der vom Hamburger Senat geplanten Besoldung von Beamtinnen und Beamten im Land, wie aus der Mitteilung hervorging. 

Gewerkschaft der Polizei sieht Olympia als Chance

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) sieht das anders: „In der Vergangenheit hat die Polizei Hamburg von Großereignissen profitiert“, sagt Landesvorsitzender Lars Osburg. Etwa die Drohnenabwehr wäre ohne die Europameisterschaft 2024 nie so weit fortgeschritten.

„Sollte Hamburg Olympia bekommen, wird die Stadt erneut in Sicherheit, Infrastruktur und Personal investieren müssen – und damit auch in die Polizei“, so Osburg. Die Besoldungsfrage solle nicht an das Olympia-Referendum geknüpft werden.

Hamburg stimmt bis Ende Mai über Olympia-Bewerbung ab

Für die Position der Gewerkschaft gibt es auch Zustimmung von Finanzsenator Andreas Dressel: „So ist es“, schreibt der SPD-Politiker auf Facebook. Der Senat wirbt seit Wochen für die Olympia-Bewerbung, unter anderem auf Plakaten oder mit einer Drohnenshow beim Hafengeburtstag.

Am 31. Mai wird über Hamburgs Olympia-Bewerbung abgestimmt. Die Unterlagen für die Briefwahl wurden schon Ende April verschickt. Neben Hamburg sind auch Berlin, München und die Region Rhein-Ruhr mit Köln als Metropole im Rennen um eine Kandidatur. Die Entscheidung über den deutschen Olympia-Bewerber soll im September fallen. Es geht um die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044. 

Olympia in Hamburg: Riesen-Chance oder Kostenfalle?

Die Initiative „NOlympia Hamburg” kritisierte, dass Olympische Spiele mit sehr hohen öffentlichen Kosten verbunden wären, während der langfristige Nutzen für die Bevölkerung unklar sei. Außerdem warnte sie vor möglichen sozialen Folgen wie steigenden Mieten und Verdrängung durch Großprojekte und Stadtumbauten.

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Die Befürworter argumentieren unter anderem mit einem Ausbau der Infrastruktur, neuen Sportangeboten und mehr internationaler Aufmerksamkeit für die Spiele. (dpa/zc)

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