13 Menschen wurden bei einer Massen-Karambolage auf der glatten A1 bei Wildeshausen verletzt.

13 Menschen wurden bei einer Massen-Karambolage auf der glatten A1 bei Wildeshausen verletzt. Foto: Nord-West-Media TV/Nord-West-Media TV /dpa

Glatteis im Norden: Fünf Verletzte bei Massen-Karambolage, viele Einsätze in Hamburg

Seit dem frühen Freitagabend häufen sich die Glatteis-Einsätze für Polizei und Feuerwehr im Norden: In Hamburg passierten diverse Unfälle. In Niedersachsen sind fünf Menschen bei einem Unfall auf einer spiegelglatten Autobahn verletzt worden.

Die fünf Leichtverletzten gab es bei einer Massen-Karambolage auf der A1 nahe Wildeshausen (Landkreis Oldenburg). Zuvor hatte die Feuerwehr von insgesamt 13 Verletzten gesprochen.

Die Fahrbahn war nach Angaben der Feuerwehr am frühen Morgen so glatt, dass selbst die Retter teils große Mühe hatten, voranzukommen. Insgesamt stießen fünf Fahrzeuge zusammen, wie die Feuerwehr sagte.

Feuerwehr kämpfte selbst mit Glätte

Den Angaben zufolge konnten sich die Einsatzkräfte am Unfallort nach dem Aussteigen wegen der glatten Fahrbahn nur in kleinen Schritten fortbewegen. Die Fahrbahn habe einer Eisfläche geglichen. Auch der Nebel habe die Rettungsarbeiten erschwert. 



Kurze Zeit später gelangten zwei Winterdienstfahrzeuge an die Unfallstelle und streuten den Bereich. Dies gab den Rettungskräften mehr Sicherheit, ihren Einsatz durchzuführen, wie es in der Mitteilung hieß.

Mutter und Baby überschlagen sich auf glatter Straße

Im Landkreis Cloppenburg überschlugen sich eine Mutter und ihr Baby bei einem Unfall. Der Wagen sei auf einer glatten Straße in einer Kurve in Lastrup von der Fahrbahn abgekommen, sagte eine Polizeisprecherin. Dort überschlug sich das Auto am Morgen.

Die 22 Jahre alte Frau wurde leicht verletzt in einem Krankenhaus behandelt. Das acht Monate alte Baby blieb unverletzt.

Unfall auf A25: zwei Schwerverletzte

Auch auf der A25 passierte am Freitagabend ein schwerer Unfall: Kurz vor der Hamburger Stadtgrenze verlor eine Frau nahe Curslack die Kontrolle über ihren Wagen und krachte in einen anderen Pkw, wie die Polizei bestätigt. Zwei Menschen wurden schwer verletzt.

Die A25 musste nach einem Unfall mit zwei Schwerverletzten in Fahrtrichtung Hamburg zeitweise komplett gesperrt werden. Christoph Leimig
Die A25 musste nach einem Unfall mit zwei Schwerverletzten in Fahrtrichtung Hamburg zeitweise komplett gesperrt werden.
Die A25 musste nach einem Unfall mit zwei Schwerverletzten in Fahrtrichtung Hamburg zeitweise komplett gesperrt werden.

Infolgedessen passierte kurz darauf gleich der nächste Unfall. Ein 31-Jähriger wollte wegen des Staus vor der Unfallstelle abbremsen, geriet ins Schleudern und krachte in die Leitplanke. Der Mann und seine beiden Beifahrerinnen wurden leicht verletzt. Die Autobahn musste in Richtung Hamburg bis circa 22.30 Uhr gesperrt werden.

Glatteis in ganz Hamburg: Feuerwehr verzeichnet viele Notrufe

Es war der schwerste, aber bei weitem nicht der einzige Einsatz für die Rettungskräfte: Seit sich am frühen Abend im ganzen Hamburger Stadtgebiet Glatteis gebildet hat, häuften sich die Notrufe, so ein Feuerwehrsprecher.

Bis 6 Uhr morgens mussten die Rettungskräfte 87 Mal ausrücken. Die Polizei zählte zwischen 18 und 20 Uhr bereits mehr als 30 Unfälle, so ein Lagedienstsprecher. Zumeist seien Fußgänger, Rad- oder E-Scooter-Fahrer betroffen, die sich bei Stürzen auf dem spiegelglatten Untergrund verletzten.

Lesen Sie auch: Warum immer mehr Männer zur Brust-OP rennen: Beauty-Doc packt aus

In Schleswig-Holstein kam es nach Angaben der Polizei vor allem im Westen und im Süden zu Glätte-Unfällen. Bisher sei dabei aber niemand schwer verletzt worden. Aus dem Norden und der Mitte Schleswig-Holsteins sei bisher keine Glätte gemeldet worden, dort sei es bisher auf den Straßen ruhig geblieben. (mit dpa)

Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp
test