Perfide! Mit diesem klebrigen Trick wollen Einbrecher Ihr Zuhause ausräumen
Nicht nur die Kälte hält zum Ende des Jahres Einzug in Hamburg – auch viele Einbrecherbanden. Mit der dunklen Jahreszeit steigen erfahrungsgemäß auch die Einbruchszahlen in der Hansestadt. Die Diebe setzen dabei offenbar auf eine ganz neue, besonders perfide Masche. Eine wichtige Rolle spielt dabei Sekundenkleber.
Sie kommen, wenn es dunkel ist. Damit die Einbrecher sicher sein können, dass die Bewohner nicht zu Hause sind, setzen die Diebe auf eine besondere Methode.
Mit Sekundenkleber-Trick – so überwachen die Einbrecher Ihr Zuhause
Wie die Polizei Hamburg mitteilte, sei diese bereits in anderen Bundesländern zum Einsatz gekommen. Nun tauchen auch die ersten Fälle bei uns in der Stadt auf. Die Einbrecherbanden, die häufig in kleineren Gruppen quer durch Deutschland reisen, setzen dabei auf den Einsatz von Sekundenkleber. Mit diesem Kleber wollen die Ganoven sicherstellen, dass die Bewohner nicht zu Hause sind. Hierzu ziehen die Diebe einen Klebefaden von der Haustür zur Türzarge. Ist dieser Klebefaden beim nächsten Einbrecherrundgang noch vorhanden, wurde die Tür nicht geöffnet und die Diebe haben mit hoher Wahrscheinlichkeit leichtes Spiel.
Was also tun, wenn man an seiner Haustür oder auch an der Tür des Nachbarn solch einen Klebefaden vorfindet? „Wer solche verdächtigen Feststellungen macht, wird dringend gebeten, sich unter der Telefonnummer (040) 4286-56789 vorrangig beim Hinweistelefon der Polizei Hamburg zu melden“, sagt Laura Wentzien von der Polizei Hamburg. Aber auch an jeder Dienststelle der Polizei können solche Beobachtungen gemeldet werden.
Dass Hamburg ein beliebtes Ziel für Einbrecher ist, belegen die Zahlen aus dem Jahr 2023. Insgesamt wurde 3080 mal in Häuser oder Wohnungen eingebrochen – nur 242 Fälle (7,9 Prozent) wurden aufgeklärt. Im Jahr 2022 lag die Zahl der Einbrüche noch 25 Prozent niedriger, was teilweise darauf zurückzuführen ist, dass viele Menschen aufgrund der Corona-Pandemie im Homeoffice arbeiteten und mehr Zeit zu Hause verbrachten.
Polizei gibt Ratschläge: Fenster und Türen verschließen – keine netten Hinweiszettel an Türen kleben
Wentzien gibt auch noch den Rat, keine nett gemeinten Hinweiszettel an Eingangs- oder Wohnungstüren zu hinterlassen. Klebezettel mit der Aufschrift „Paket für Müller bei Meier abgeben“ oder „Bin gleich wieder da“ könnten regelrechte Einladungen für Einbrecher darstellen.
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Auch Türen und Fenster sollten beim Verlassen der Wohnung, auch wenn es nur kurz ist, verschlossen werden. Ersatzschlüssel sollten, so Wentzien, keinesfalls außerhalb von Häusern aufbewahrt werden. Ebenfalls sollte man Urlaubspostings auf Social-Media-Plattformen vermeiden.
Wer seine vier Wände bestmöglich schützen möchte, kann sich bei der Polizei Hamburg direkt beraten lassen. Die kriminalpolizeiliche Beratungsstelle des LKA bietet im Polizeikommissariat 14 in der Caffamacherreihe 4 in der Hamburger Innenstadt eine kostenlose Beratung zum Thema Einbruchsschutz an. Sie ist per E-Mail unter kriminalberatung@polizei.hamburg.de oder während der Bürozeiten telefonisch unter (040) 4286-70777 erreichbar. Darüber hinaus findet dort am bundesweiten Tag des Einbruchsschutzes am Sonntag, den 27. Oktober von 11 bis 16 Uhr ein „Tag der offenen Tür“ unter dem Motto „Eine Stunde mehr für Ihre Sicherheit“ statt.