Feuerwehrautos im Einsatz (Symbolfoto).

Feuerwehrautos im Einsatz (Symbolfoto). Foto: picture alliance / Eibner-Pressefoto | Eibner-Pressefoto/Marcel von Fehrn

Fake-Notrufe! „Olga“ hält Retter in Hamburg und Umland in Atem

In Hamburg, im Umland und auch in Berlin hat es am Samstag mehrere Fake-Notrufe über die Nora-App gegeben. Eine Frau, die sich „Olga“ nannte, meldete wiederholt Brände mit Verletzten. Vor Ort fanden die Einsatzkräfte jedoch nichts vor.

Los ging es am Samstagmorgen gegen 7.40 Uhr. Nach MOPO-Informationen ging in der Einsatzzentrale der Feuerwehr ein Notruf über die Nora-App ein – die offizielle Notruf-App der Bundesländer, mit der Bürger schnell Notfälle melden können.

Gemeldet wurde, dass ein Pkw nach einem Unfall an der Ludwig-Erhard-Straße (Neustadt) brenne und eine Person verletzt sei – teilweise in russischer Sprache.

Einsätze in Hamburg, Schleswig-Holstein und Berlin

Daraufhin rückten Rettungskräfte an – neben einem Löschzug auch Rettungswagen – konnten vor Ort jedoch nichts feststellen. Doch damit war der Einsatz noch nicht beendet: Die Beamten versuchten fieberhaft zu klären, ob der gemeldete Ort korrekt war, und suchten die nähere Umgebung ab. Nach gut 45 Minuten brachen sie die Suche ergebnislos ab.

Am Samstagmittag schlug „Olga“ erneut zu. Über die App wurde ein Brand in einem Imbiss am Ausschläger Weg (Hammerbrook) gemeldet, auch hier sollte eine Person verletzt sein. Auch bei diesem Notruf handelte es sich offenbar um eine böswillige Fehlalarmierung.

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Wie die MOPO erfuhr, wurden auch im Raum Schleswig-Holstein über die Nora-App Brände gemeldet, die sich später als falsch herausstellten. Auch hier teilweise auf Russisch, offenbar war „Olga“ wieder am Werk. Selbst vor Berlin machte sie nicht Halt und hielt die Retter auch dort mit Fake-Notrufen in Atem. Die Polizeidienststellen in den betroffenen Gebieten ermitteln mit Hochdruck.

Fehlalarmierungen sind kein Kavaliersdelikt

Böswillige Fehlalarmierungen sind kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat. Sie können mit einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr geahndet werden. Zudem muss der Verursacher die vollen Einsatzkosten tragen, die oft mehrere Tausend Euro betragen.

Hinweis: In einer früheren Version dieses Artikels hieß es, die Nora-App sei die offizielle Notruf-App des Bundes. Sie ist aber die offizielle Notruf-App der Bundesländer. Gefahrenlagen werden nicht über Nora, sondern über die Nina-App bekannt gegeben. Wir haben die entsprechende Textstelle geändert

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