Ein Mitarbeiter von Aurubis in Hamburg kontrolliert geschmolzenes Kupfer.

Ein Mitarbeiter von Aurubis in Hamburg kontrolliert geschmolzenes Kupfer. Foto: Marcus Brandt/dpa

Tödliches Aurubis-Unglück war zweiter schwerer Arbeitsunfall innerhalb weniger Tage

Wenige Tage nach dem tödlichen Arbeitsunfall beim Kupferhersteller Aurubis sitzt der Schock weiterhin tief: Ein 42-jähriger Gabelstaplerfahrer war bei einem Brand gestorben. Das Unternehmen zeigt sich tief betroffen. Nun wurde bekannt, dass es kurz zuvor bereits zu einem anderen schweren Arbeitsunfall gekommen war.

Nur knapp eine Woche vor dem tödlichen Arbeitsunfall auf dem Aurubis-Firmengelände auf der Veddel wurde bereits ein anderer Mitarbeiter bei einem Unfall lebensgefährlich verletzt. Das „Abendblatt“ berichtete zuerst.

Wie ein Polizeisprecher der MOPO bestätigte, sei der Arbeiter am Abend des 28. Februar im Aurubis-Werk Ost an einem Kran eingeklemmt worden. Der 56-Jährige musste im Krankenhaus notoperiert werden und habe sich in einem kritischen Zustand befunden. Wie das „Abendblatt“ berichtet, werde der Mann noch immer in einer Klinik behandelt.

Weiterer schwerer Arbeitsunfall Ende Februar

Dabei sitzt der Schock über das jüngste Unglück in der Nacht auf Samstag weiterhin tief: Gegen 23 Uhr war bei Arbeiten an einem Kessel heiße Schlacke auf einen Gabelstapler gefallen und hatte das Fahrzeug in Brand gesetzt. Dabei kam es zu einer Verpuffung – der 42-jährige Gabelstaplerfahrer verlor dabei sein Leben. Ein weiterer Mitarbeiter wurde leicht verletzt.

Aurubis sei über diesen tragischen Unfall tief betroffen, wie das Unternehmen mitteilte. „Unser tief empfundenes Mitgefühl gilt in diesen Stunden den Angehörigen und den weiteren Betroffenen“, so Aurubis-Vorstandsvorsitzender Toralf Haag. Der Unfall werde in enger Kooperation mit den zuständigen Behörden vollständig und detailliert aufgearbeitet. Das Landeskriminalamt hat die Ermittlungen übernommen.

Schwere Arbeitsunfälle in vorherigen Jahren

Auch in den vorherigen Jahren kam es bereits zu mehreren tragischen Arbeitsunfällen bei dem Kupferhersteller: So waren im Mai 2023 drei Arbeiter im Alter von 24, 49 und 53 aufgrund von austretendem Stickstoff ums Leben gekommen.

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Wenige Monate später, im August 2023, wurde ein 53-Jähriger von einem fahrenden Kranhaken in 25 Metern Höhe eingequetscht. Der Mann kam mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus. Im Juli des folgenden Jahres wurde ein Mitarbeiter einer Fremdfirma bei Verladearbeiten schwer am Kopf verletzt. Er erlag später seinen Verletzungen im Krankenhaus.

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