Messerstiche nach Anti-Mullah-Demo: Das geschah auf dem Jungfernstieg
Nach der Messerstecherei mit zwei Verletzten im Umfeld einer Iran-Demo äußert sich die Polizei nun erstmals zu den möglichen Hintergründen der Tat.
Die Videos, die zu der Gewalttat im Netz zu finden waren, zeigen Blut auf der Straße, zwei Verletzte, eine aufgebrachte Menge. Zwei Teilnehmer (21 und 53 Jahre) einer Demo gegen das iranische Mullah-Regime waren auf dem Rückweg vom Stephansplatz. Auf dem Jungfernstieg geriet einer von ihnen laut Polizei in einen Streit mit anderen Männern.
Jungfernstieg: Aufgebrachte Menge tritt auf Verdächtigen ein
Ein 26-Jähriger soll dem 53-Jährigen dabei in den Rücken gestochen haben, er schwebte laut Feuerwehr zwischenzeitlich in Lebensgefahr. Auch der 21-Jährige wurde verletzt, er erlitt eine Stichwunde am Bein. Während die Opfer von Umstehenden versorgt wurde, gingen andere auf den mutmaßlichen Täter los, so die Polizei. Ein 16- und ein 26-Jähriger, die ebenfalls als Tatbeteiligte gelten, flüchteten ins Alsterhaus. Dort wurden sie in einer Umkleidekabine von Polizisten gefunden. Bei ihnen wurde ein Messer gefunden.
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Polizisten befreiten den 26-Jährigen aus der aufgebrachten Menge und nahmen ihn fest. Auch bei ihm wurde ein Messer gefunden. Die genauen Umstände der Auseinandersetzung sind weiter unklar, die Polizei sucht Zeugen. Hinweise an Tel. 4286 56789. Gegen die drei Deutschen wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Der Staatsschutz, der für politisch motivierte Straftaten zuständig ist, leitet die Ermittlungen.
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