Polizei
Nach brutalem Raub in Hamburg: Polizei stürmt Wohnungen – und wird fündig
Mehrere Streifenwagen vor Ort, ein Tatverdächtiger abgeführt: Dem Einsatz am Montagabend ging ein blutiger Raubüberfall in der Nähe voraus.
Nach einem brutalen Raubüberfall am Sonntagabend in Billwerder haben Polizisten und LKA-Ermittler am Montag mehrere Wohnungen durchsucht, die nur wenige Minuten vom Tatort entfernt liegen. Dabei nahmen die Beamten mehrere Tatverdächtige vorläufig fest.
Gegen 17 Uhr fuhren mehrere Streifenwagen und Zivilfahrzeuge vor Wohnhäusern in Bergedorf und Lohbrügge vor. Kurz darauf stiegen die Einsatzkräfte aus und betraten die Gebäude.
Mehrere Streifenwagen im Einsatz – Erdgeschosswohnung durchsucht
Während Einsatzkräfte die Rückseiten der Wohnungen absicherten, um mögliche Fluchtwege über Balkone und Fenster zu verhindern, verschafften sich die Ermittler durch die Haustüren Zutritt zu den Räumen. Dort durchsuchten sie die Wohnungen und nahmen drei Jugendliche fest.
An dem Einsatz waren rund 85 Beamte beteiligt. Vorausgegangen waren Ermittlungen gegen fünf Jugendliche im Alter zwischen 15 und 19 Jahren, die im Verdacht stehen, den brutalen Raubüberfall begangen zu haben. Nach Polizeiangaben könnten sie in einer Vorbeziehung zu den Opfern gestanden haben.
Die Opfer stammen nach MOPO-Informationen aus einer Schaustellerfamilie. Die Täter sind dem Freundeskreis zuzuordnen. Die Auswertung von Bildern aus Überwachungskameras führte die Ermittler auf die Spur der Jugendlichen.
Der Zugriff steht nach MOPO-Informationen im Zusammenhang mit einem brutalen Raubüberfall am Sonntag in Billwerder. Dort hatten zunächst zwei Frauen an der Tür eines Einfamilienhauses geklingelt. Nachdem die Tür geöffnet worden war, sollen plötzlich weitere Männer in das Haus gestürmt sein.
Im Obergeschoss sollen die Angreifer einen 51-Jährigen überwältigt und die Herausgabe von Geld und Wertsachen gefordert haben. Dabei wurde der Mann mit einer Stichwaffe schwer verletzt.