Mutter von vier Kindern schießt aus Fenster – Polizei unterstützt Jugendamt
Eine vierfache Mutter aus Hamm soll zu Silvester mehrfach aus dem Fenster geschossen haben – während sich mindestens ein Kind in der Wohnung aufhielt. Als das Jugendamt zwei Tage später wegen möglicher Kindeswohlgefährdung anrückte, waren vorsichtshalber mehrere Polizisten dabei. Es gibt eine traurige Vorgeschichte.
Nach MOPO-Informationen fuhren Mitarbeiter des Jugendamts Eimsbüttel am 2. Januar zum Grevenweg. Die Mutter von vier Kindern soll sich schon länger psychisch auffällig verhalten haben, vorausgegangen war offenbar die Trennung von ihrem Partner. Der Vater der Kinder soll sich bereits mehrfach an das Jugendamt Eimsbüttel gewandt und dort Hilfe gesucht haben. Es ist in dem Fall zuständig, weil die Familie in dem Bezirk zuvor gelebt hat und der Vater dort weiterhin seinen Wohnsitz hat.
Mutter schießt mit Waffe aus Fenster – Kinder in Wohnung
Am Silvesterabend eskalierte die Situation dann offenbar. Laut Zeugen soll die Frau in psychischem Ausnahmezustand mehrfach aus dem Fenster ihrer Wohnung in Hamm geschossen haben. Zuvor rief sie ihren Ex offenbar über Videotelefonie an und zeigte ihm, was sie gerade tat. Später wurde in der Wohnung eine Schreckschusswaffe sichergestellt.
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Zeugen und der Ex alarmierten die Polizei. Weil sich zu diesem Zeitpunkt mindestens ein Kind in der Wohnung aufgehalten haben soll, wurde das Jugendamt über den Vorfall unterrichtet. Mitarbeiter des Amts fuhren zwei Tage später zur Wohnung. Weil davon ausgegangen werden musste, dass die Frau bewaffnet war, kamen die Besatzungen von drei Streifenwagen zur Absicherung mit. Gegen die Frau wird nun ermittelt.
Jugendamt wegen möglicher Gefährdung aktiv
Was genau das Jugendamt dort unternahm, um weitere Gefährdungen abzuwenden, sagte ein Sprecher des Bezirksamts nicht. Auf MOPO-Anfrage sagte er: „Ich kann Ihnen bestätigen, dass das Bezirksamt Eimsbüttel in diesem Fall tätig ist und alle erforderlichen Maßnahmen ergriffen hat, um die Familie zu unterstützen. Weitere Angaben zum konkreten Fall kann ich Ihnen aufgrund des Sozialdatenschutzes nicht geben.“