S3

Die S3 zwischen Pinneberg und Stade (Symbolbild). Foto: dpa

Mann in S-Bahn attackiert – Zeuge zeigt Zivilcourage

In einer Hamburger S-Bahn gerieten zwei Männer in Streit. Die Situation eskalierte: Einer der beiden schlug mehrfach auf seinen Kontrahenten ein und würgte ihn schließlich – mitten im Waggon. Ein Familienvater griff ein und sorgte dafür, dass der Angriff gestoppt wurde.

Zunächst sollen sich die beiden Männer, die am Samstag gegen 13 Uhr in der S3 Richtung Altona unterwegs waren, lediglich verbal gestritten haben. Der Hintergrund ist bislang unklar. Dann soll der 38-Jährige auf seinen 29 Jahre alten Kontrahenten eingeschlagen haben, der daraufhin stürzte. „Am Boden soll der Tatverdächtige das Opfer anschließend kurzzeitig am Hals gewürgt haben“, sagte Woldemar Lieder, Sprecher der Bundespolizei.

Attacke in S-Bahn

Ein Familienvater, der mit seinen beiden Kindern unterwegs war, rief die Polizei. So konnten Einsatzkräfte die beiden Männer am Bahnhof Altona antreffen und aus der S-Bahn führen. Lieder: „Somit ermöglichte er die Strafverfolgung und zeigte eine vorbildliche Zivilcourage, indem er durch das Wählen des Notrufes half und sich dabei selbst nicht gefährdete.“

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Das Opfer erlitt sichtbare, teils blutende Verletzungen, darunter Abschürfungen an Hand und Gesicht. Es stand so sehr unter dem Eindruck des Geschehens, dass es weinte und zunächst keine Angaben machen konnte. Der 29-Jährige wurde vom Rettungsdienst versorgt.

Der 38-Jährige machte laut Bundespolizei keine Angaben und verweigerte die Aussage. Nach Angaben von Lieder stand er unter Alkoholeinfluss. „Er wurde schließlich mit einem Platzverweis entlassen. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Körperverletzung eingeleitet.“ (dg)

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