Mann hat keinen Fahrschein – nun sitzt er im Gefängnis
Ein Mann kann im ICE keinen Fahrschein vorlegen und will sich nicht weiter dazu äußern oder ausweisen. Gegenüber Beamten der Hamburger Bundespolizei wird er dann wieder gesprächsfreudiger – ins Gefängnis muss er trotzdem.
Der 30-Jährige saß den Angaben der Bundespolizei zufolge am Freitagmorgen im ICE 577 auf der Fahrt zwischen Kiel und Hamburg. Bei der Kontrolle habe er keinen gültigen Fahrschein vorlegen können.
Weil er sich zudem nicht ausweisen wollte, habe der Zugbegleiter die Bundespolizei gerufen, so Woldemar Lieder, Bundespolizei-Sprecher.
Darum hat der Mann keinen Fahrschein
Im Hamburger Hauptbahnhof (St. Georg) angekommen, ist eine Streife der Bundespolizei hinzugezogen worden. Sie überprüfte den Mann und auch dessen Personaldaten, was zu einem Treffer führte: Der 30-Jährige war bereits zur Festnahme ausgeschrieben. Er war wegen Eigentumsdelikten verurteilt worden und hatte bislang eine Geldstrafe in Höhe von 500 Euro nicht gezahlt.
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In der Wache gab der Mann dann an, den Fahrschein verloren zu haben und nicht zu wissen, wo dieser nun sei. Die Beamten leiteten ein Strafverfahren ein. Danach kam er wegen der bisher nicht gezahlten Geldstrafe in U-Haft. „Er hatte sich der Strafverfolgung entzogen“, sagt Lieder. Seine Ersatzfreiheitsstrafe: 50 Tage Gefängnis. (dg)
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