Die Außenalster in Hamburg ist nur teilweise zugefroren (Archivbild).

Die Außenalster in Hamburg ist nur teilweise zugefroren (Archivbild). Foto: picture alliance / imageBROKER | Holger Weitzel

„Lebensgefahr“: Polizei warnt eindringlich nach Eis-Einsätzen an Alster

Seit Wochen bibbert Hamburg bei Minusgraden. Die niedrigen Temperaturen haben auch dafür gesorgt, dass zahlreiche Gewässer zugefroren sind. Doch der Schein trügt: Die Eisflächen sind sehr brüchig, wie diese Woche gleich zwei dramatische Einsätze an der Alster zeigten. Die Polizei hat nun erneut eine Warnung ausgesprochen.

Durch die anhaltend niedrigen Temperaturen sind viele Gewässer in Hamburg und Schleswig-Holstein derzeit zugefroren. Auch die Alster ist teilweise von einer Eisschicht bedeckt. Doch die Polizei in Hamburg und die Umweltbehörde warnen davor, die Eisflächen zu betreten. „Die teilweise entstandenen Eisdecken sind trotz der Temperaturen oft nur wenige Zentimeter dick und extrem brüchig“, teilte die Polizei auf Facebook mit.

Lebensgefährliche Eis-Einsätze an der Alster

Wie gefährlich es ist, die Eisfläche dennoch zu betreten, zeigten diese Woche gleich zwei dramatische Einsätze an der Alster: Am Donnerstagnachmittag rettete die Feuerwehr eine Frau und einen ihrer beiden Hunde in Ohlsdorf aus dem eisigen Wasser. Die Hunde der Frau waren zuvor auf das Eis gelaufen. Beim Versuch, sie zu retten, brachte sich die Halterin jedoch selbst in Gefahr. Der zweite Hund blieb verschwunden. Wenige Stunden später musste ein Mann aus der Alster beim Jungfernstieg gerettet werden, nachdem er die brüchige Eisfläche aus Neugier betreten hatte.

Die Polizei warnt daher erneut ausdrücklich: „Beim Betreten besteht Einbruch- und Lebensgefahr.“ Eltern werden gebeten, ihre Kinder auf die Gefahren hinzuweisen. Wie der NDR berichtet, zeigt die Polizei dieses Wochenende auch mehr Präsenz an der Alster und den Kanälen. Auch die Wasserschutzpolizei soll eine sogenannte Eisstreife fahren, um zu verhindern, dass die poröse Eisfläche betreten wird. Wer einen Notfall beobachtet, solle umgehend die Feuerwehr per Notruf 112 verständigen. (mp/dpa)

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