Teure Autos von Handel mit Kokain gekauft – Zollfandung stellt Autos sicher

Ein BMW im Wert von rund 42.000 Euro wurde sichergestellt. Foto: Zollfahndungsamt Hamburg

Kokain-Bande kaufte Luxusautos – jetzt greift der Zoll zu

Sie schmuggelten eine Tonne Kokain nach Hamburg. Noch bevor die Täter festgenommen und verurteilt wurden, kauften sie teure Autos. Diese waren jedoch lange unauffindbar. Nun konnten Zollfahnder die Fahrzeuge im Wert von rund 185.000 Euro ausfindig machen und teilweise sicherstellen.

Für die Gruppierung war es ein Coup: 2021 schmuggelte sie eine Tonne Kokain in den Hamburger Hafen. Die Ware war als Spachtelmasse getarnt. Der Wert: rund 30 Millionen Euro – der Straßenverkaufswert liegt deutlich darüber. Einen Teil des Geldes investierten die Täter und kauften teure Autos, darunter einen Ford Shelby Cobra GT 500 im Wert von rund 140.000 Euro sowie einen BMW für etwa 42.000 Euro.

Täter versucht, teures Auto aus dem Knast heraus zu verkaufen

Als die Täter gefasst und zu Haftstrafen zwischen neun und zwölf Jahren verurteilt wurden, fehlte von den teuren Autos zunächst jede Spur. Dabei sollten diese im Rahmen der Gewinnabschöpfung eingezogen werden. Laut Susan Heße, Sprecherin der Hamburger Zollfahndung, soll eines der Fahrzeuge beim Drogenhandel zum Einsatz gekommen sein. Bis Dienstag führten die Ermittlungen jedoch nicht zum Auffinden der Autos.

Das Kokain war in Spachtelmasse versteckt. dpa/Bodo Marks
Drogendealer kaufen teure Autos – die wurden nun nach der Verurteilung sichergestellt
Das Kokain war in Spachtelmasse versteckt.

Die Fahnder blieben jedoch dran. Sie stellten fest, dass einer der Tatverdächtigen versucht hatte, mithilfe von Kontakten nach draußen aus dem Gefängnis heraus ein Auto zu verkaufen. Durch die daraufhin gewonnenen Erkenntnisse griffen die Ermittler zu und konnten neben weiteren Wertgegenständen auch den BMW sicherstellen.

Auch den teuren Ford fanden sie, konnten ihn jedoch nicht einziehen, da er an ein Pfandhaus verpfändet worden war.

Kampf gegen Geldwäsche spielt wichtige Rolle bei Ermittlungen

Nils Gärtner, Leiter des Zollfahndungsamtes Hamburg, erklärte dazu: „Inkriminiertes Vermögen aus dem Handel mit einer Tonne Kokain sollte durch weitere illegale Aktivitäten gewaschen werden, was durch den hartnäckigen Einsatz der Ermittlerinnen und Ermittler verhindert wurde. Der Kampf gegen Geldwäsche spielt eine wichtige Rolle bei der Ermittlungsarbeit der Zollfahndung, denn kriminelles Verhalten darf sich nicht lohnen!“

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