Kind bei Raser-Unfall getötet: Fahrer sitzen im Knast – ihnen droht sehr harte Strafe
Ein erst zwei Jahre altes Kind stirbt bei einem Unfall in Billstedt – zwei Autofahrer sollen sich ein Rennen geliefert und dabei die Kontrolle verloren haben, der Wagen einer Mutter wird folgenschwer gerammt. Die Tragödie, die sich Anfang der Woche auf dem Schiffbeker Weg abgespielt hat, sorgte über die Stadtgrenzen Hamburgs hinaus für Entsetzen. Die Fahrer müssen nun mit harten Konsequenzen rechnen – im Gefängnis sind sie schon.
22 und 24 Jahre alt sind die Männer, die jeweils in einem Tesla und einem Mercedes saßen und laut Polizei mit mehr als 150 km/h über die Straße donnerten; erlaubt sind dort nur 50.
Wollte sich ein Fahrer ins Ausland absetzen?
Als die Mutter – ihre zwei Jungen (beide 2) in ihren Kindersitzen angeschnallt – mit ihrem Ford vom Sturmvogeleg in die Straße einbog, soll der Mercedes-Fahrer gerade dabei gewesen sein, den Tesla rechts zu überholen. Dabei kam es zur Kollision mit dem Ford. Auch der Tesla krachte daraufhin in den Ford, kurz darauf gegen einen Baum. Überall auf der Straße lagen Trümmerteile verteilt.
Die zwei jungen Männer müssen sich nun für den Unfall verantworten. Die Polizei geht von einem illegalen Rennen aus. Allein dafür könnten sie wegen Mordes lebenslang hinter Gitter kommen, weil sie – sollte ihre Schuld anerkannt werden – den Tod des Zweijährigen billigend in Kauf genommen hätten. In Untersuchungshaft sitzen sie bereits – einer der Fahrer soll vorher noch versucht haben, sich ins Ausland abzusetzen.
Beiden Fahrern wurden nach dem Unfall Blutproben entnommen. Es bestand der Verdacht, dass beide unter dem Einfluss von Drogen gefahren waren. Der 22-Jährige aus dem Tesla soll mutmaßlich Kokain konsumiert haben. Die Ergebnisse stehen noch aus.
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Für die Ermittlungen, die nun wegen des Verdachts eines Rennens mit Todesfolge geführt werden, entscheidend könnten die Aufnahmen einer Dashcam-Kamera werden, die in einem der Unfallwagen sichergestellt wurde. Durch diese Aufnahmen konnte die Polizei nach MOPO-Informationen bereits die Geschwindigkeiten der Fahrer ermitteln beziehungsweise bestätigen. Trotzdem erbitten die Beamten weitere Hinweise. Entsprechendes an: Tel. 428 65 6789. (dg)