Ein Rettungswagen im Einsatz (Symbolbild).

Ein Rettungswagen im Einsatz (Symbolbild). Foto: IMAGO/Maximilian Koch

Gasvergiftung: Schwangere Hamburgerin muss nach Halle – Heli kann nicht starten

In Farmsen-Berne ist es ab Abend des zweiten Weihnachtsfeiertages zu einem dramatischen Einsatz gekommen: Eine schwangere Frau war in ihrem Haus zusammengebrochen: Kohlenmonoxid-Vergiftung! Als die Besatzung eines Rettungswagens eintraf, überschlugen sich die Ereignisse.

Zu dem Einsatz kam es gegen 22.45 in einem Doppelhaus an der Straße Eckerkoppel. Von dort hatte ein Mann (29) den Rettungsdienst gerufen, weil seine schwangere Frau (28) kollabiert war. Als die Sanitäter das Haus betraten, lösten ihre Kohlenmonoxid-Warnmelder aus. Das geruchlose Gas kann zum Tode führen.

Kohlenmonoxid: Extrem hohe Werte gemessen

Die Retter brachten das Paar ins Freie. Dennoch verschlechterte sich der Gesundheitszustand des 29-Jährigen. Ein Notarzt und ein Löschfahrzeug mit Atemschutz- und Messgeräten an Bord wurden nachgefordert.



Sowohl der 29-Jährige als auch seine schwangere Frau galten als schwer verletzt und bedurften einer sofortigen Behandlung in einer Druckkammer. Damit begannen Probleme, die die Retter vor eine große Herausforderung stellten.

Rettungshubschrauber können nicht starten

In Hamburg und nahen Umland gab es keine freien Plätze in einer Klinik, die über Druckkammern verfügt. Das nächstgelegene Krankenhaus mit einer solchen Ausstattung, das die Patienten aufnehmen konnte, lag im rund 370 Kilometer entfernten Halle (Saale) in Sachsen-Anhalt.

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Wegen der eisigen Temperaturen konnten Rettungshubschrauber für den Transport jedoch nicht starten. Zwei Rettungswagen transportierten das Paar daher in die Klinik nach Halle.

Messungen ergaben eine extrem hohe Konzentration an Kohlenmonoxid in der Doppelhaushälfte des Paares. Das Gebäude wurde geräumt. Ursache für den Kohlenmonoxid-Austritt war offenbar eine defekte Gastherme im Haus. Die weitere Nutzung des Hauses wurde untersagt.

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