Junge Heldin: Die 17-jährige Sarah rettet Unfallfahrer aus brennendem Auto

Unfall
Die 17-jährige Sarah, Zeugin und Lebensretterin, wurde kurz nach dem Unfall von der Polizei befragt – im Hintergrund das ausgebrannte Auto.

Die 17-jährige Sarah ist gerade auf dem Heimweg, als sie plötzlich sieht, wie ein Auto im Böttcherkamp (Lurup) gegen eine Straßenlaterne rast. Der Wagen fängt sofort Feuer. Die Jugendliche zögert nicht lange und befreit den Fahrer aus dem Auto, gemeinsam mit einem Passanten. So retteten sie dem Mann das Leben. Nun erzählt sie von den dramatischen Minuten.

Am Mittwochabend gegen 20.30 Uhr verlor ein Mann am Böttcherkamp die Kontrolle über seinen Wagen. Er touchierte erst den Bordstein und raste dann mit voller Wucht gegen einen Laternenmast – laut Polizei vermutlich mit deutlich zu hoher Geschwindigkeit.

Sarah: „Auto fing sofort an zu brennen“

Zur selben Zeit war Sarah (17) auf dem Weg nach Hause. Sie stieg gerade aus dem Bus, wartete auf ihren Bruder, als das Unglück passierte: „Ich habe nur gesehen, wie da ein Auto mit richtig doller Geschwindigkeit gegen diese Lampe fährt“, so schildert Sarah es. „Das Auto hat direkt angefangen zu brennen“, sagt sie. „Das war eine ganz schlimme Situation. Ich musste direkt mithelfen!“

Der Kleinwagen fing nach dem Crash Feuer und brannte komplett aus.
Der Kleinwagen fing nach dem Crash Feuer und brannte komplett aus.

Sie zögerte nicht lange und wählte sofort den Notruf. Dann eilte sie zum Wagen, wo ein anderer Passant bereits versuchte, den Fahrer zu befreien. „Ich habe kaum etwas gesehen. Alles war voller Rauch“, sagt Sarah. Zu zweit schafften sie es dennoch, den Mann rechtzeitig in Sicherheit zu bringen. „Er war gar nicht ansprechbar“, erzählt sie.

Feuerwehr ist sicher: „Das hätte kein Mensch überlebt!“

Der Zugführer der Feuerwehr, Guido Horstmann, ist sicher, dass die beiden Helfer dem Mann mit ihrem beherzten Einsatz das Leben gerettet haben: „Das hätte kein Mensch überlebt!“ Denn als die Rettungskräfte vor Ort eintrafen, befand sich das Auto bereits in Vollbrand.

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„Wäre es ein Familienmitglied von mir …“, setzt Sarah an und bricht wieder ab. „Ich will mir gar nicht vorstellen, wie das für die Familie und den Mann ist!“ Die Rettungskräfte brachten den Mann ins Krankenhaus. Er trug schwere Verletzungen davon, aber er hat überlebt – dank Sarah und dem weiteren Helfer, die im entscheidenden Moment zur Stelle waren.