Hamburger Zoll stellt tausende illegale Böller sicher
Kurz vor Silvester stürmen Knall-Fans die Supermärkte – andere besorgen sich Böller auf illegalem Weg. Der Hamburger Zoll hat bereits tausende gefährliche Feuerwerkskörper aus dem Verkehr gezogen.
Der Hamburger Zoll hat seit Ende Oktober rund 6000 illegale Feuerwerkskörper aus dem Postverkehr sichergestellt. Die Sendungen stammten aus Polen und waren an Privatpersonen in Deutschland adressiert. Insgesamt handelte es sich um Pyrotechnik mit einer Nettoexplosivmasse (also reinem Sprengstoff) von etwa 15 Kilogramm.
Nach Angaben des Hauptzollamts Hamburg entsprachen viele der Produkte nicht den deutschen Sicherheitsstandards. Häufig fehlte die vorgeschriebene CE-Kennzeichnung, andere Artikel waren erlaubnispflichtig. In allen Fällen liege ein Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz vor, erklärte Zoll-Sprecherin Sandra Preising.
Silvester: Illegale Böller sind unberechenbar und lebensgefährlich
Gerade kurz vor dem Jahreswechsel sei die Versuchung groß, sich Feuerwerk günstig im Ausland oder über Online-Plattformen zu besorgen. Doch diese Ware könne beim Zünden unberechenbar reagieren und schwere Unfälle verursachen. Erst vergangenes Jahr kostete eine selbstgebaute Kugelbombe einen 20-Jährigen das Leben, vor zwei Wochen wurde ein Jugendlicher beim Hantieren mit illegalen Böllern schwer verletzt.
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Der Zoll stellt solche Sendungen deshalb konsequent sicher und betont: Wer verbotene oder nicht zugelassene Pyrotechnik nach Deutschland einführt, macht sich strafbar. Die Beamten warnen eindringlich vor den möglichen Folgen: Es drohen Verbrennungen, Verätzungen, der Verlust von Gliedmaßen und Augenlicht – im schlimmsten Fall sogar der Tod. Verbraucher sollten deshalb nur zugelassene Pyrotechnik kaufen und genau auf die Kennzeichnungen achten. (apa)
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