Hauptbahnhof-Täterin: Im Februar hatte sie ein Kind am Flughafen angegriffen!

Ein Screenshot aus dem Video, das die Festnahme der Täterin zeigt.
Ein Screenshot aus dem Video, das die Festnahme der Täterin zeigt.

Allem Anschein nach stach Lydia S. (39) im Wahn auf Menschen am Hamburger Hauptbahnhof (St. Georg) ein, verletzte 18 Personen teils schwer, vier von ihnen sogar lebensgefährlich. Die Polizei geht davon aus, dass die 39-Jährige im „psychischen Ausnahmezustand“ agierte. Der Gewaltausbruch der Frau war kein Einzelfall. Schon öfter soll sie in der Vergangenheit nicht nur verhaltensauffällig, sondern auch gewalttätig gewesen sein. Nur einen Tag vor der Tat am Hauptbahnhof wurde sie aus der Psychiatrie entlassen.

Es ging alles so schnell, dass selbst die betroffenen Menschen erst nicht wussten, wie ihnen geschah: Mit einer kleinen, aber scharfen Klinge bahnte sich die Frau am Freitagabend einen Weg durch die Menschenmassen im Gleisbereich 13/14 am Freitagabend. Beim Vorbeidrängeln auf dem Bahnsteig bohrte sie das Messer blitzschnell in Arme und Oberkörper wartender Reisender. Die Opfer sowie andere Wartende bekamen erst gar nichts von der Attacke mit. Erst einige Momente später verstanden die Menschen, was da gerade passiert war.

Vorfälle in Hamburg

Zwei junge Männer stellten Lydia S. schließlich, fixierten sie am Boden, ehe eine sogenannte Quattro-Streife die 39-Jährige festnahm. Das Messer wurde im Gleisbett sichergestellt.

Polizei und Spurensicherung im Einsatz nahe des Tatorts: Mittlerweile sind wieder alle Gleise freigegeben.
Polizei und Spurensicherung im Einsatz nahe des Tatorts: Mittlerweile sind wieder alle Gleise freigegeben.

Die Frau kam in Gewahrsam, ein Haftrichter entschied am Samstag, dass sie in eine psychiatrische Klinik gebracht werden soll. Seitdem ist sie in Behandlung in der „Asklepios Klinik Nord – Ochsenzoll“ in Langenhorn.

Dort war sie schon in der Vergangenheit eingewiesen worden. Es soll nach MOPO-Informationen diverse Vorfälle gegeben haben, bei denen Lydia S. teils gewalttätig wurde. So kam es im Februar am Hamburger Flughafen zu einem Einsatz, weil die 39-jährige Deutsche ein Kind attackiert haben soll. Es läuft deswegen ein Verfahren wegen des Verdachts der Körperverletzung gegen sie. Auch in anderen Bundesländern fiel sie mit ähnlichen Vorfällen auf. Einmal soll sie bereits eine Waffe in einer Tasche bei sich geführt haben.

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Ursprünglich kommt die Frau, die an einer Form der Schizophrenie leiden und teils Wahnvorstellungen haben soll, aus Niedersachsen. Dort ist sie auch geboren. Sie soll in Braunschweig gelebt und gewohnt haben. Aktuell und bereits seit längerem gilt sie als wohnsitz- und mittellos.

Psychiatrie oder Gefängnis?

Zuletzt war sie in einer Fachklinik bei Bremerhaven in Behandlung. Dort wurde sie – nachdem es auch dort zu Auseinandersetzungen gekommen sein soll – am Donnerstag entlassen, einen Tag vor der Tat in Hamburg. Die Umstände ihrer Entlassung sind nicht bekannt. Unklar ist auch, welchen Bezug sie nach Hamburg hat.

Inwiefern Lydia S. der Prozess gemacht werden kann, hängt von der Beurteilung ihres psychischen Zustandes ab – es ist sehr viel wahrscheinlicher, dass sie dauerhaft in eine Psychiatrie als in ein Gefängnis kommt. Die Tathandlung hat sie inzwischen vor dem Haftrichter eingeräumt. Der hatte die Unterbringung der Verdächtigen in einer psychiatrischen Klinik angeordnet.

Allem Anschein nach stach Lydia S. (39) im Wahn auf Menschen am Hamburger Hauptbahnhof (St. Georg) ein, verletzte 18 Personen teils schwer, vier von ihnen sogar lebensgefährlich. Die Polizei geht davon aus, dass die 39-Jährige im „psychischen Ausnahmezustand“ agierte. Der Gewaltausbruch der Frau war kein Einzelfall. Schon öfter soll sie in der Vergangenheit nicht nur verhaltensauffällig, sondern auch gewalttätig gewesen sein. Nur einen Tag vor der Tat am Hauptbahnhof wurde sie aus der Psychiatrie entlassen.