Hamburger Restaurantchef ermordet: Verdächtiger drei Monate später gefasst
Mortesa S. (41) wurde im Februar auf dem Parkplatz seines Restaurants in Marienthal erstochen. Hunderte Menschen trauerten um den zweifachen Familienvater. Der Tatverdächtige floh nach der tödlichen Attacke in einem Auto. Monatelang suchte die Polizei nach ihm. Nun ist er gefasst worden – weit von Hamburg entfernt.
Der Mann, der Mortesa S. getötet haben soll, ist in der Türkei festgenommen worden. Eine Sprecherin der Hamburger Staatsanwaltschaft bestätigte gegenüber der MOPO, dass ein 36-Jähriger wegen des Falls in einem türkischen Gefängnis sitzt. „Zum Schutz des laufenden Verfahrens vermögen wir derweil keine weitergehenden Auskünfte dazu zu erteilen“, teilt sie mit.
Laut „Bild“ soll sich der Mann unter falschem Namen in der Türkei aufgehalten haben. Zielfahnder der Hamburger Polizei sollen ihn schließlich aufgespürt haben. Mittlerweile soll er in Abschiebehaft sitzen. Ob und wann der Verdächtige nach Deutschland überstellt werden könnte, ist unklar.
Mortesa S. vom „Sepideh“: Tatverdächtiger in Haft
Mortesa S. war am späten Abend des 12. Februar auf dem Parkplatz seines Restaurants „Sepideh“ an der Hammer Straße erstochen worden. Zeugen brachten den 41-Jährigen in ein Krankenhaus, wo der zweifache Vater starb. Mortesa S. und der Täter waren nach draußen gegangen, um einen Streit zu klären.
Der Hintergrund der Auseinandersetzung soll ein Streit um eine Hochzeit gewesen sein: Der Verdächtige wollte demnach die Nichte von Mortesa S. heiraten, die Familie war nicht einverstanden. „Er hat sich wohl in seiner Ehre gekränkt gefühlt“, sagt ein Bekannter nach der Tat. Nach MOPO-Informationen war der mutmaßliche Täter bereits vorbestraft.
Restaurant öffnete zwei Wochen nach Todesfall wieder
Zu der Beerdigung von Mortesa S. kamen etwa 2500 Menschen auf den Öjendorfer Friedhof. Auch in den sozialen Medien bekundeten Hunderte Angehörige, Bekannte und Restaurantgäste ihr Beileid.
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Mortesa S. hatte das „Sepideh“ gemeinsam mit seinen Brüdern geführt. Knapp zwei Wochen nach der Tat öffnete das Restaurant damals wieder. „Das wäre der Wunsch von Mortesa, der über 20 Jahre harte Arbeit, Herz und Hingabe in diesen Laden gesteckt hat“, hieß es bei der Ankündigung der Wiedereröffnung in den sozialen Medien.