Lok fährt in Linienbus

Die Hafenbahn und der Linienbus kollidierten auf einem unbeschrankten Bahnübergang. Foto: Marcus Golejewski/dpa

Tragödie in Wilhelmsburg: 19-Jährige stirbt bei Bus-Unfall mit Hafenbahn

Tödlicher Unfall in Wilhelmsburg: Im Industriegebiet am Bahnübergang Nippoldstraße ist am Freitag gegen 15.40 Uhr ein Bus der Linie 152 mit einer Rangierlok zusammengestoßen. Am Samstagmittag wurden neue Details bekannt: Bei dem Todesopfer handelt es sich um eine 19 Jahre alte Jugendliche, die in dem Bus saß.

Eine 19-Jährige ist bei dem Unglück ums Leben gekommen. Sie habe in dem Bus als Fahrgast gesessen und sei am Freitag noch vor Ort gestorben, teilt die Polizei mit. Außerdem wurden der 61-jährige Busfahrer sowie ein 36-jähriger Fahrgast schwer verletzt. Laut Reportern vor Ort war der Busfahrer etwa eine Stunde eingeklemmt, Feuerwehrleute befreiten ihn. Vier weitere Fahrgäste wurden durch den Unfall leicht verletzt. Sie alle wurden in Krankenhäuser gebracht. Die drei Insassen der Rangierlok erlitten einen Schock.

Die Zerstörung am Linienbus zeigt deutlich die Wucht des Aufpralls. André Lenthe
Hafenbahn Bus Wilhelmsburg
Die Zerstörung am Linienbus zeigt deutlich die Wucht des Aufpralls.

Bis zu 80 Rettungskräfte waren im Einsatz, außerdem ein Polizeihubschrauber und ein Rettungshubschrauber. Der Bus fuhr laut Polizei auf der Nippoldstraße in Richtung Neuhöfer Damm, als zur gleichen Zeit die Rangierlok aus Richtung Roßdamm kommend den unbeschrankten Bahnübergang passierte. Warum es zu einem Zusammenstoß kam, wird noch ermittelt. 

Unglück mit Hafenbahn in Wilhelmsburg: Fahrgäste durch Scheibe gerettet

Auf Bildern von der Unfallstelle ist ein im Front- und Seitenbereich zerstörter Linienbus zu erkennen. Einsatzkräfte retteten die Verletzten durch die zerborstene Front des Fahrzeugs.

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Der Bereich Neuhöfer Damm und Übergang zur Köhlbrandbrücke am Hafen wurde für den Einsatz der Rettungskräfte gesperrt, wie die Polizei auf X mitteilte. Für Angehörige der Businsassen war eine Sammelstelle an der Bushaltestelle Nippoldstraße eingerichtet worden. Der Verkehr staute sich zeitweise bis zur Köhlbrandbrücke. Autofahrer waren angehalten, den Bereich weiträumig zu umfahren. Gegen 21 Uhr meldete die Polizei, dass alle Sperrungen bis auf die der Nippoldstraße wieder aufgehoben sind.

Einsatzkräfte am Unfallort Sebastian Peters/NEWS5/dpa
Eisatzkräfte am Unfallort
Einsatzkräfte am Freitagnachmittag am Unfallort.

An der Unglücksstelle hat es bereits vor gut einem halben Jahr einen schweren Unfall gegeben. Am 8. Juli 2025 rammte eine Rangierlok der Hafenbahn einen Sattelzug. Der fiel um und kippte auf die Seite. 17.000 Liter Speiseöl liefen aus. Damals gab es zwei Leichtverletzte. Im Jahr 2023 sorgte die Kollision eines Sattelzugs und einer Eisenbahn für einen Schaden im sechsstelligen Bereich.

Ermittler der Polizei untersuchen die Unglücksursache. Dazu werden Zeugen gesucht. Wer Angaben zum Unfall machen kann, wird gebeten, sich unter Tel. 4286 56789 bei der Polizei zu melden.

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