Beamte des Zolls stehen auf einer Baustelle und befragen Arbeiter.

Beamte des Zolls durchsuchen Großbaustellen in Hamburg und befragen Arbeiter. Foto: Hauptzollamt Hamburg

Razzia auf Hamburgs Großbaustellen – und der Zoll wird fündig

70 Zollbeamte, 199 Befragungen, zwei Strafverfahren und zahlreiche Verdachtsfälle: Am Dienstag nahm das Hauptzollamt in Hamburg mehrere Großbaustellen unter die Lupe. Doch die Arbeit ist noch nicht beendet.

„Die Kontrollen waren Teil einer bundesweiten konzertierten und risikoorientierten Schwerpunktprüfung gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung in der Baubranche“, sagt Sprecherin Sandra Preising vom Hauptzollamt Hamburg. Am Dienstag wurden Großbaustellen im Hamburger Zentrum und in Barmbek überprüft. Dabei wurden die Beamten fündig.

199 Personen wurden nach Angaben des Hauptzollamtes befragt. Gegen zwei georgische Arbeitnehmer wurden Strafverfahren wegen des Verdachts auf illegalen Aufenthalt und Urkundenfälschung eingeleitet. Zudem prüft der Zoll nun 46 weitere Fälle wegen möglicher Verstöße gegen das Mindestlohngesetz sowie wegen Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt.

Doch der Zoll macht klar: Die Maßnahmen gegen die Baubranche stehen gerade erst am Anfang. „Die vor Ort durchgeführten Prüfungen stellen lediglich den Auftakt für weitergehende Ermittlungen der FKS (Finanzkontrolle Schwarzarbeit) dar“.

Razzien vom Zoll in der Baubranche: Ermittlungen gegen 36-Jährigen

Als Nächstes sollen die Finanzbücher und Geschäftsunterlagen der betroffenen Unternehmen überprüft werden. Mit den Durchsuchungen möchte das Hauptzollamt Hamburg gegen Schwarzarbeit vorgehen.

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Vor zwei Tagen wurde die Baubranche bundesweit bereits vom Zoll unter die Lupe genommen. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Mühlhausen richten sich gegen einen 36 Jahre alten Beschuldigten aus Weimar. Er soll Sozialversicherungsbeiträge vorenthalten und Steuern hinterzogen haben.

Gegen 21 weitere Beschuldigte im Alter zwischen 26 und 67 Jahren werde wegen des Verdachts der Beihilfe zu diesen Delikten ermittelt. Bei dem Fall geht es um einen Schaden von 1,2 Millionen Euro. (dpa/esk)

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