Kräfte des Rettungsdienstes bringen eine Person zur Versorgung zu einem bereitgestellten Bus.

Kräfte des Rettungsdienstes bringen eine Person zur Versorgung zu einem bereitgestellten Bus. Foto: Hamburg-News

Brand in Hamburger Wohnhaus: Sieben Verletzte – Mann läuft mit Schildkröte ins Freie

Großeinsatz in Rahlstedt: In einer Wohnung am Wildschwanbrook ist am Samstagabend ein Feuer ausgebrochen. Mehrere Menschen wurden dabei verletzt, zwei Bewohner mussten gerettet werden.

Der erste Notruf erreichte die Feuerwehr um 20.42 Uhr, weitere folgten kurz danach. Die Anrufer berichteten von einem Feuer in einem Wohnhaus und einer starken Rauchentwicklung. Zudem sollte sich noch eine Person in der brennenden Wohnung befinden. „Die Rettungsleitstelle löste umgehend das Alarmstichwort ‚Feuer mit Menschenleben in Gefahr‘ aus“, so ein Feuerwehrsprecher. So seien entsprechend viele Kräfte mobilisiert worden.

Feuerwehr sichtet 13 Menschen – sieben Verletzte

Die Meldungen bestätigten sich bei Ankunft: Aus einer Wohnung im zweiten Stock drang dichter Qualm, das ganze Treppenhaus war verraucht. Die Retter legten ihre Spezialausrüstung an und stülpten sich Atemschutzmasken über, während andere Kräfte und Kollegen vom Rettungsdienst sich um den Großteil der Bewohner kümmerten, die schon das Wohnhaus vor Ankunft der Feuerwehr verlassen hatten. Ein Mann war dabei, der mit seiner Haus-Schildkröte in der Hand ins Freie gelaufen war.

Das Alarmstichwort wurde zwischenzeitlich ein weiteres Mal erhöht, mehr Kräfte wurden so angefordert und auch ein Bus kam zur Versorgung der Verletzten. Derweil befreiten die Retter, die ins Haus stürmten, zwei Menschen und zwei Hunde aus Wohnungen im zweiten und im vierten Stock. Sie wurden zusammen mit den anderen elf Personen behandelt. Insgesamt galten sieben Bewohner als leicht verletzt. Dem Feuerwehrsprecher zufolge sei eine Person in eine Klinik gebracht worden.

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Das eigentliche Feuer war schnell gelöscht. Im Anschluss wurde die Wohnung belüftet, auch in dem Treppenhaus stellten die Retter Ventilatoren auf. Über zwei Stunden waren insgesamt 60 Kräfte im Einsatz.

Nach Ende der Lösch- und Rettungsmaßnahmen wurde die Einsatzstelle an die Polizei übergeben. Die Beamten haben noch am Abend ihre Untersuchung zur Brandursache aufgenommen. Noch ist diese unklar. Möglich, dass der Brand vom Terrarium der geretteten Schildkröte ausging. Ein technischer Defekt wird geprüft. Die Kripo ermittelt. (dg)

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