Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot am Hamburger Flughafen im Einsatz, nachdem eine Eurowings-Maschine kurz nach dem Start umgedreht war.

Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot am Hamburger Flughafen im Einsatz, nachdem eine Eurowings-Maschine kurz nach dem Start umgedreht war. Foto: JOTO

Großeinsatz am Flughafen: Triebwerks-Ausfall bei Eurowings-Maschine?

Großeinsatz am Hamburger Flughafen: Am Freitagnachmittag musste eine Eurowings-Maschine nur wenige Minuten nach dem Start den Flug abbrechen. Der Grund: Eine Fehlermeldung am Triebwerk.

Nach Angaben der Feuerwehr Hamburg habe der Pilot der Maschine der Lufthansa-Tochtergesellschaft Eurowings schon kurz nach dem Start technische Probleme gemeldet und sich daraufhin zu einer sofortigen Rückkehr entschieden. Gegen 14.30 Uhr landete das Flugzeug sicher in Hamburg. Laut Eurowings handelte es sich um eine Sicherheitslandung. 

Eurowings teilte mit, ein Triebwerk der Airbus A319 habe während des Flugs eine Fehlermeldung angezeigt. Deswegen habe die Cockpit-Crew entschieden, nach Hamburg zurückzukehren. Die Maschine mit rund 130 Passagieren an Bord befand sich auf dem Weg nach London. Die Fluggesellschaft machte auf Nachfrage keine Angabe dazu, ob das Triebwerk ausfiel. 


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Nach nur 47 Minuten: Eurowings-Maschine dreht um

Laut der Flugdatenplattform Flightradar24 war die Maschine gegen 13.40 Uhr am Hamburger Flughafen abgehoben, im Luftraum bei Oldenburg und Bremen gedreht und nach nur 47 Minuten Gesamtreisezeit um 14.29 Uhr wieder in Hamburg gelandet.

Unterdessen hatten sich etwa 90 Einsatzkräfte der Feuerwehr am Flughafen auf eine mögliche Notlandung vorbereitet. Wie die Feuerwehr sagte, handelt es sich dabei um ein standardisiertes Vorgehen: Meldet ein Flugzeug technische Probleme, werden vorsorglich Einsatzkräfte alarmiert. Diese begeben sich in einen sogenannten Bereitstellungsraum, um im Ernstfall schnell eingreifen zu können. Da die Maschine jedoch ohne weitere Zwischenfälle sicher landete, konnte der Einsatz für die Feuerwehr rasch beendet werden.

Eurowings teilte weiter mit, die Passagiere hätten das Flugzeug nach der Landung über die Fluggasttreppen verlassen. „Die Sicherheit der Passagiere und Besatzung war zu keinem Zeitpunkt gefährdet.” Eurowings buche die Passagiere auf Ersatzflüge um und bedauere die Unannehmlichkeiten. 

Luftfahrtexperte: Piloten üben Triebwerksausfall regelmäßig

Der Luftfahrtexperte Heinrich Großbongardt sagte, der Ausfall eines Triebwerks von zwei sei kein Notfall, solange das Flugzeug steuerbar sei. Es handle sich um ein Szenario, das Piloten regelmäßig übten. Grundsätzlich reiche die Leistung eines verbliebenen Triebwerks aus, um zu starten und zu landen. Am kritischsten sei der Ausfall nach dem Abheben. Es komme selten vor, dass beide Triebwerke ausfielen.

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Eine Sprecherin der Deutschen Flugsicherung (DFS) teilte auf Anfrage mit, außerplanmäßige Landungen gehörten zum normalen Flugbetrieb und kämen regelmäßig vor. Eine genaue Zahl könne die DFS, die für die Kontrolle des Verkehrs im deutschen Luftraum zuständig ist, aber nicht nennen.(dpa/mp)

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