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Großeinsatz am Elbschlosskeller: Jetzt spricht die Wirtin der Kiez-Kultkneipe

Polizisten bildeten eine kette vor dem Elbschlosskeller.
Polizisten bildeten eine Kette vor dem „Elbschlosskeller“ am Hamburger Berg auf dem Kiez.

Auf der einen Seite Mitglieder einer Burschenschaft. Auf der anderen Seite etliche Linke. Dutzende Beamte waren in der Nacht zum Sonntag im Einsatz. Sie umstellten den „Elbschlosskeller“ am Hamburger Berg. 18 Personen kamen in Gewahrsam. Nach dem Großeinsatz vor der Kultkneipe meldet sich jetzt Susanna Horn, Lebensgefährtin des Wirts Daniel Schmidt, zu Wort. So kam es zu der Eskalation.

Um kurz nach Mitternacht hatten Beamte auf Streife eine Ansammlung am Hamburger Berg bemerkt. Die Stimmung sei laut Polizei aufgeheizt gewesen. Mitglieder einer Burschenschaft und eine Gruppe Linker drohten aneinanderzugeraten.

Mehrere Mannschafts- und Streifenwagen rückten an. Polizisten bildeten eine Kette vor der bekannten Kneipe. Laut Polizei habe es dabei Angriffe auf Beamte gegeben. 18 Personen wurden in Gewahrsam genommen.

Mitglieder der Burschenschaft waren keine Gäste der Kiez-Kneipe Elbschlosskeller

Anfangs hieß es, Mitglieder einer rechten Burschenschaft hätten im „Elbschlosskeller“ gefeiert und es sei zu einer Auseinandersetzung mit Linken gekommen. Doch Susanna Horn stellt klar: „Diese sechs Männer waren nicht unsere Gäste, sie standen nur vor dem Laden. Erst als so viele Polizisten auftauchten, sind sie in den Elbschlosskeller rein, weil die Beamten sie dazu aufgefordert hatten.“

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Wer die Männer waren, kann Susanna Horn nicht sagen. „Ob eine Burschenschaft oder nur ein Junggesellenabschied – keine Ahnung.“ Die nach ihren Angaben etwa 250 Linken standen auf der anderen Straßenseite bei der Kneipe „Zum Goldenen Handschuh“ und riefen „Nazis raus“.

Susanna Horn hinterm Tresen des „Elbschlosskellers“.
Susanna Horn hinter dem Tresen des „Elbschlosskellers“. Sie schmeißt den Kultladen gemeinsam mit ihrem Partner Daniel Schmidt.

Susanna Horn findet die „Gewaltandrohungen der Linken schon sehr schräg. Wir wollen natürlich keine Rechtsextremen im Laden haben. Wenn jemand sich in die Richtung äußert, fliegt er sofort raus. Allerdings wissen wir in dem Fall gar nicht, wer diese sechs Männer waren. Zudem waren sie nicht unsere Gäste.“ Die Partnerin von Wirt Daniel Schmidt findet es „bemerkenswert“, wie organisiert die Linken sind und innerhalb kürzester Zeit mehrere Hundert Leute mobilisiert haben.

Laut des „Hamburger Bündnisses gegen Rechts“ handelte es sich um Mitglieder der rechtsextremen Burschenschaft Germania, die ihren jährlichen Norddeutschen Heimatabend gefeiert hatten. Das Bündnis dankte auf „X“ allen, die dazu beitrugen, „den Heimatabend der Burschenschaft Germania zum Desaster zu machen: Das Clubkombinat, das vorwarnte, die Leute, die plakatierten, bei der Kundgebung, oder auf´m Kiez waren. Wir werden weiterhin die Termine der Germania veröffentlichen.“

Mit dem Großaufgebot der Polizei konnte eine Eskalation verhindert werden. Nach gut 90 Minuten beruhigte sich die Lage.

Auf der einen Seite Mitglieder einer Burschenschaft. Auf der anderen Seite etliche Linke. Dutzende Beamte waren in der Nacht zum Sonntag im Einsatz. Sie umstellten den „Elbschlosskeller“ am Hamburger Berg. 18 Personen kamen in Gewahrsam. Nach dem Großeinsatz vor der Kultkneipe meldet sich jetzt Susanna Horn, Lebensgefährtin des Wirts Daniel Schmidt, zu Wort. So kam es zu der Eskalation.