Der Demonstrationszug zieht durch die Sternschanze. Foto: Lenthe-Medien/Reimer

„Freiheit für Maja!“: Hunderte Menschen ziehen durch Hamburg

Solidarität mit Maja T.: Am Mittwochabend demonstrierten in Hamburg viele Menschen für die Freilassung der in Ungarn inhaftierten Antifaschistin. Die non-binäre deutsche Person war dort zu acht Jahren Haft verurteilt worden.

Ersten Angaben vor Ort zufolge nahmen rund 200 Personen aus dem linken Spektrum an dem Aufzug unter dem Motto „Freiheit für Maja!” teil. Die Polizei bestätigte auf Nachfrage der MOPO die Demonstration, die genaue Teilnehmerzahl war zunächst unklar. Von Arrivati Park aus ging es gegen 18.30 Uhr durch die Schanze, vorbei an der Roten Flora. Dabei wurden pyrotechnische Gegenstände, wie Rauchtöpfe, angezündet. Die Demonstration verlief friedlich.

Fall Maja T.: Proteste in mehreren Städten gegen Urteil

In mehreren deutschen Städten haben Hunderte Menschen gegen das Urteil gegen Maja T. protestiert. In Berlin versammelten sich Unterstützer aus der linken Szene zu einer Kundgebung in Kreuzberg und zogen anschließend in einem Demonstrationszug Richtung Friedrichshain. Die Polizei sprach von 550 Teilnehmern. Auch dort sei vereinzelt Pyrotechnik gezündet worden. 

Auch in Dresden, Erfurt und Potsdam gab es Demonstrationen und Solidaritätsbekundungen. In Leipzig gingen nach Angaben der Polizei rund 500 Demonstranten auf die Straße. Gefordert wurde, Maja T. nach Deutschland zurückzuholen und hier ein rechtsstaatliches Verfahren zu ermöglichen.

Acht Jahre Haft für die 25-Jährige

Das Budapester Stadtgericht hat Maja T. zu einer Gefängnisstrafe von acht Jahren verurteilt. Richter Jozsef Sos sah es als erwiesen an, dass die 25-jährige Person aus der linken Szene in Deutschland an blutigen Angriffen auf mutmaßliche Rechtsextremisten in Budapest beteiligt war. Rund 20 deutsche und andere mutmaßliche Linksextremisten sollen dabei neun Menschen verletzt haben, vier von ihnen schwer.

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Maja T. war im Dezember 2023 in Berlin verhaftet und im Juni 2024 von Deutschland an Ungarn ausgeliefert worden. Nach Ansicht des Bundesverfassungsgerichts war die Auslieferung in dieser Form rechtswidrig. Politiker der Linken, der Grünen und der SPD fordern die Rücküberstellung von Maja T. nach Deutschland. (prei/lenthe/dpa)

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