Demonstranten

Die Demonstranten fordern im Juli die Freilassung der „Antifas“. (Archivbild) Foto: Marius Röer

„Free all Antifas“: Polizei bereitet sich auf linke Demo vor

Kommende Woche beginnt der Prozess gegen die linksradikalen Aktivisten, die in Budapest mehrere Neonazis schwer verletzt haben sollen, eine der Angeklagten ist die Hamburgerin Clara W. Am Samstag soll in Hamburg für die Freilassung der „Antifas“ demonstriert werden. Bei der letzten Demo sorgten die Unterstützer schon im Vorweg für Aufsehen.

„Free Clara! Free all Antifas!“, heißt es in dem Aufruf zur Demonstration am Samstag. 500 Menschen werden von der Polizei um 17.30 Uhr am Grünen Jäger erwartet. Die Demonstranten wollen dann durch die Sternschanze bis vor die Rote Flora ziehen, wo die Demo um 20.30 Uhr enden soll.

Demonstration: „Free all Antifas!“

„Wir stehen an der Seite von allen inhaftierten und untergetauchten Antifas, wir lassen niemanden allein“, heißt es in dem Aufruf. „Deshalb wollen wir gemeinsam mit euch allen laut und wütend unsere Solidarität auf die Straße bringen.“



Prozess gegen linksradikale Aktivisten beginnt am Dienstag

Am Dienstag beginnt der Prozess gegen sieben linksradikale Aktivisten vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf. Eine der Angeklagten ist die Hamburgerin Clara W. Fast genau drei Jahre zuvor soll die Gruppe in Budapest am ungarischen „Tag der Ehre“ mehrere Neonazis schwer verletzt haben. Hunderte Neonazis marschieren jedes Jahr am 11. Februar durch die Stadt, um vermeintlichen Helden aus der Nazizeit zu gedenken.

Bei der letzten Demonstration im Juli fielen einige Unterstützer bereits auf, bevor der Zug sich in Bewegung setzte. Am Mittag besetzten sie die CDU-Parteizentrale und forderten mit Bannern die Freilassung von Maja T.

Polizei rechnet nicht mit größeren Zwischenfällen

Die Polizei rechnet am Samstag mit einem „weitgehend störungsfreien Verlauf“, wie ein Sprecher sagte. Die Beamten erwarten zwar auch polizeikritische Plakate und Gesänge, aber keine größeren Zwischenfälle. 

Die Veranstalter bitten auf Instagram explizit darum, Partei-, Organisations-, Territorial- und Nationalfahnen wegzulassen, „um unser Anliegen im Vordergrund stehen zu lassen.“

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Am Samstag findet um 14 Uhr außerdem die dritte „Prüf“-Demo für ein AfD-Verbot statt. Treffpunkt ist am Rathausmarkt.

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