Hamburg

Flughafen Hamburg: Polizei lässt Sicherheitsbereich räumen – das war der Grund

Reisende stehen dicht gedrängt in der Halle des Hamburger Flughafens nach Räumung des Sicherheitsbereichs.
Reisende stehen dicht gedrängt in der Halle des Hamburger Flughafens nach Räumung des Sicherheitsbereichs.

Der Sicherheitsbereich des Flughafens wurde zwischenzeitlich geräumt. Kleiner Auslöser – großes Chaos

Ein Polizeieinsatz hielt die Passagiere am Hamburger Flughafen in Atem: Wegen einer „polizeilichen Lage“ war der Sicherheitsbereich des Airports geräumt worden. Alle Passagiere hatten den Bereich hinter den Sicherheitskontrollen verlassen müssen, bestätigte ein Sprecher der Bundespolizei. Auch bereits in den Maschinen sitzende Passagiere mussten wieder aussteigen. Nun kommt heraus: Ein Mann löste den Großeinsatz offenbar unbewusst aus.

Die teilweise Räumung des Hamburger Flughafens war eine Reaktion auf einen unbefugten Mann im Sicherheitsbereich. Der Mann sei „unbewusst durch Drücken eines Notknopfes” in den Bereich gelangt, sagte eine Flughafensprecherin. Er sei schnell aufgefunden worden.

Flughafen Hamburg: Mann in Gewahrsam genommen

Laut Bundespolizei wurde er gegen 9.20 Uhr in Gewahrsam genommen, der Betrieb am Flughafen wurde rund zwei Stunden später gegen 11.30 Uhr wieder aufgenommen.

Nach Angaben der Bundespolizei mussten Reisende, die sich hinter der Sicherheitskontrolle befanden, zurück vor die Kontrolle. Auch bereits in den Maschinen sitzende Passagiere mussten wieder aussteigen. Der Flughafen bestätigte das. Es habe sich um eine vorgeschriebene Vorsichtsmaßnahme gehandelt.

Zu Verspätungen und Ausfällen von Abflügen machte der Flughafen zunächst keine näheren Angaben. Aber da alle Passagiere, die den Sicherheitsbereich verlassen hatten, erneut durch die Sicherheitskontrolle müssen, dürfte es erhebliche Verspätungen geben.

Menschen warten und sitzen im Terminal des Hamburger Flughafens nach Räumung des Sicherheitsbereichs.
Menschen warten und sitzen im Terminal des Hamburger Flughafens nach Räumung des Sicherheitsbereichs.


Die Lage war für die Menschen vor Ort unübersichtlich: Ein dpa-Reporter berichtete vom Flughafen, dass für alle Flüge zunächst Verspätungen von drei Stunden angezeigt würden.


Betroffen von der zeitweisen Sperrung war nach Angaben der Bundespolizei aber nur der Sicherheitsbereich, in dem sich die bereits kontrollierten Passagiere befanden. Die anderen Teile des Flughafens waren weiter zugänglich, hieß es. Auch ankommende Flüge seien nicht betroffen, sagte die Sprecherin.

Nachdem der geräumte Bereich komplett durchsucht worden war, konnte er wieder freigegeben werden.

Bundeswehr-Kampfjets trainieren am Airport

Am Hamburger Flughafen trainiert derzeit die Bundeswehr. Seit Anfang der Woche sind am zivilen Helmut-Schmidt-Airport sechs Tornado-Kampfflugzeuge stationiert. Die Maschinen üben dort zwischen 9 und 18 Uhr parallel zum normalen Flugbetrieb Starts und Landungen.

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Damit hatte der Einsatz jedoch nichts zu tun: Die seit Montag am Flughafen stationierten sechs Maschinen hätten Hamburg am Vormittag bereits wieder verlassen, sagte ein Sprecher des Taktischen Luftwaffengeschwaders 51 „Immelmann”. Die Übung sei beendet, die Kampfflugzeuge landeten nach Abschluss ihres Trainings wieder bei ihrem eigentlichen Fliegerhorst Jagel in Schleswig-Holstein. (dpa/mp)