Polizei
Flucht vor der Polizei mit 180 km/h: Audi-Raser fährt Radfahrer fast tot
Ein 38-Jähriger raste auf der Flucht vor der Polizei von Norderstedt nach Bahrenfeld – und verletzte einen Radfahrer schwer. Jetzt sitzt der Autofahrer im Untersuchungsgefängnis. Wurden Drogen gefunden?
Gegen 18.45 Uhr rief eine Frau am Montag die Polizei, weil sie beobachtete, wie vier Männer in einen Audi stiegen – anscheinend unter Drogeneinfluss. Die Polizei nahm die Verfolgung auf, bis die Fahrt mit einem schweren Unfall endete.
Der 38-jährige Mann am Steuer fuhr auf die A7 in Richtung Hamburg. Eine Streife sah den Wagen auf Höhe der Abfahrt Schnelsen Nord und versuchte, ihn zu stoppen. Aber der Fahrer raste weiter, die Polizei hinterher. Auch der Polizeihubschrauber nahm die Verfolgung auf. Nach MOPO-Informationen war der Audifahrer mit etwa 180 km/h unterwegs.
Fahrer übersieht Radfahrer – und verletzt ihn schwer
Am Volkspark verließ er die Autobahn schließlich und bog in die Schnackenburgallee in Richtung Stresemannstraße ab. An der Kreuzung Bornkampsweg/Holstenkamp verlor der Fahrer laut Polizei dann die Kontrolle über seinen Wagen. Er fuhr über eine Verkehrsinsel und erfasste dabei einen 42-jährigen Radfahrer.
Das Fahrrad wurde bei dem Aufprall hochkant in ein Gebüsch geschleudert. Der Radfahrer erlitt schwere Verletzungen, gilt inzwischen aber nicht mehr als lebensgefährlich verletzt.
Fahrer und Beifahrer blieben unverletzt
Der Audifahrer und seine drei Beifahrer, zwei Männer und eine Frau, blieben unverletzt.
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Der Fahrer wurde ins Untersuchungsgefängnis gebracht. Es besteht der Verdacht, dass er unter Drogeneinfluss stand. Nach Informationen der „Bild“ sollen auch Drogen in dem Wagen gefunden worden sein. Die Polizei konnte das auf Nachfrage nicht sicher bestätigen. Im Laufe des Tages soll ein Richter entscheiden, ob ein Haftbefehl erlassen wird.