Am Hauptbahnhof gingen mehrere Demonstranten auf die Gleise und blockierten damit den Zugverkehr.

Am Hauptbahnhof gingen mehrere Demonstranten auf die Gleise und blockierten damit den Zugverkehr. Foto: Lenthe-Medien/Apelt

Feuer-Alarm und Personen im Gleis: Chaos auf Hamburger Bahn-Strecken

Am Bahnhof Altona hat ein Feuerwehreinsatz am Donnerstag für Chaos mitten im Berufsverkehr gesorgt. Im S-Bahntunnel wurde eine Verqualmung gemeldet, der S-Bahnverkehr über den Jungfernstieg wurde gesperrt. Am Hauptbahnhof kam es zu einer Gleisblockade.

Brandgeruch und leichter Rauch in einem S-Bahn-Tunnel in Altona haben am frühen Abend für einen größeren Einsatz gesorgt. Nach der Alarmierung kurz nach 17 Uhr schickte die Feuerwehr 42 Kameraden und mehrere Löschzüge zu der Stelle zwischen den Haltestellen Altona und Königstraße, wie ein Sprecher der Hamburger Feuerwehr sagte.

Citytunnel gesperrt – „Alle Linien werden über Dammtor umgeleitet“

Auch die Bundespolizei war im Einsatz. Ein Sprecher sagte der MOPO, dass der Bereich in den Tunnelanlagen vorsichtshalber geräumt worden sei. Der S-Bahnverkehr wurde gestoppt, zwischenzeitlich fuhren keine S-Bahnen über den Jungfernstieg. „Alle Linien werden über Dammtor umgeleitet“, meldete der HVV. Das sorgte für Verspätungen, volle Züge und jede Menge Pendler-Frust.

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Nach eineinhalb Stunden konnte die Feuerwehr Entwarnung geben. Ein Sprecher sagte, dass ein Stück verkohltes Papier an einem Stromleiter gefunden wurde. Die Einsatzkräfte verließen daraufhin die Tunnelanlagen. Ein Notfallmanager der Bahn wurde informiert und gab den S-Bahnverkehr wenig später wieder frei. Nach ersten Erkenntnissen gab es keine Verletzten.

Gleisblockade am Hauptbahnhof: Ausfälle und Verspätungen

Auch am Hauptbahnhof kam es am frühen Abend zu Sperrungen im Zugverkehr. Im Zusammenhang mit einer pro-kurdischen Demonstration hatten sich mehrere Männer auf die Gleise 6 und 7 begeben und eine Gleisblockade verursacht. Die Bundespolizei holte die Demonstranten schließlich von den Gleisen, der Bahnverkehr musste zwischenzeitlich bis 18.45 Uhr gestoppt werden. Züge des Fern- und Nahverkehrs waren betroffen, es kam zu Ausfällen und Verspätungen. 

Vor dem Hamburger Hauptbahnhof demonstrierten zu der Zeit laut Polizei rund 400 Personen. Bereits am Mittwoch hatten rund 2000 Menschen in Hamburg für den Schutz von Kurdinnen und Kurden in Nord- und Ost-Syrien demonstriert. Die Demonstration verlief ohne Zwischenfälle.

Pro-kurdische Demos in Hamburg, Kiel, Bremen und Hannover

Auch in den Innenstädten von Kiel, Bremen und Hannover sind heute erneut Tausende Menschen zu pro-kurdischen Demonstrationen zusammengekommen. In Kiel nahmen rund 1100 Menschen teil, in der Hansestadt Bremen waren es laut Polizei in der Spitze etwa 2000. In Hannover gab es zwei Versammlungen mit insgesamt rund 750 Teilnehmern.

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