Polizeikräfte an einem Einsatzort

Nachdem sich der Notruf als falsch herausgestellt hatte, beendeten die Polizeikräfte nach nur knapp 20 Minuten ihren Einsatz. Foto: André Lenthe

Falscher Notruf löst Großeinsatz in Hamburger Casino aus

Ein falscher Notruf hat am Donnerstag in der Hamburger Innenstadt für einen Großeinsatz gesorgt: In einer Spielbank wurde eine Notlage mit Waffen gemeldet, sofort rückten schwer bewaffnete Polizeikräfte an.

Um kurz nach 15 Uhr wurde über einen Taxi-Notruf aus dem Casino Esplanade eine schwere Straftat mit Waffen gemeldet.

Vorfall wird dem „Swatting“ zugeordnet

Daraufhin rückte ein Großaufgebot der Polizei an. Schwer bewaffnete Einsatzkräfte stürmten das Gebäude und sicherten den Bereich. Kurze Zeit später stellte sich jedoch heraus, dass es sich offenbar um einen missbräuchlichen Notruf handelte. Eine Person habe eine Notlage in dem Casino vorgetäuscht und diese über eine Taxi-App gemeldet, wie eine Polizeisprecherin zur MOPO sagte. Nach rund 20 Minuten wurde der Einsatz daher beendet.

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Ob die verantwortliche Person gefasst werden konnte, sei unklar, so die Sprecherin. Der Vorfall wird dem sogenannten „Swatting“ zugeordnet: Dabei wird ein gefälschter Notruf abgesetzt, um Spezialeinsatzkräfte zu bestimmten Orten zu locken. In Hamburg ist dies nicht der erste Fall dieser Art. „Swatting“ ist illegal und wird als Missbrauch von Notrufen strafrechtlich verfolgt.

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