Einsatz auf dem Winterdom: Schon kurz nach Eröffnung werden Waffen entdeckt
Es geht wieder los: Der Winterdom 2024 öffnete am Freitag für zahlreiche Hamburger und Touristen seine Tore. Mit 230 Attraktionen wird das Volksfest wieder zahlreiche Domfans in die Hansestadt locken – diesmal allerdings unter strengen Sicherheitsbestimmungen. An den Eingängen werden Personen nach Waffen abgetastet. Ergebnis: Bereits in den ersten Stunden wurden Messer gefunden. Das sagen Domgäste zu den strikten Sicherheitsvorkehrungen:
Bereits am Eröffnungstag sorgte ein neues Gesetz für Mehrarbeit bei den Sicherheitskräften. Es war der tödliche Messerangriff auf einem Volksfest in Solingen, der dazu führte, die Waffengesetze in Deutschland zu verschärfen. Seitdem gilt auf Volksfesten und anderen öffentlichen Veranstaltungen ein striktes Messerverbot. Auf dem Bremer Freimarkt wurde dies bereits durchgesetzt.
Bei Volksfest im Norden: Polizei stellt 578 Messer sicher – nun auch Kontrollen in Hamburg
Eine private Sicherheitsfirma stellte dort in den ersten vier Tagen gemeinsam mit der Polizei über 100 Messer sicher. Insgesamt wurden auf dem Bremer Freimarkt sogar 578 verbotene Messer sichergestellt. „In den meisten Fällen handelt es sich hierbei um kleine Taschenmesser – beispielsweise die an Schlüsselanhängern“, Nastasja-Klara Nadolska, Pressesprecherin der Polizei Bremen, weiter: „Bei einem geringen Teil wurden auch strafrechtlich relevante Messer, wie beispielsweise Einhandmesser, aufgefunden. Hierzu fertigten die Einsatzkräfte insgesamt 23 Strafanzeigen.“
Zum Start des Winterdoms 2024 (vom 8. November bis 8. Dezember) wird das Messerverbot auch in Hamburg kontrolliert. Bereits am Eröffnungstag standen Mitarbeiter einer privaten Sicherheitsfirma an den insgesamt zehn Eingängen des Heiligengeistfeldes und kontrollierten die Gäste des Doms nach verbotenen Gegenständen gemäß dem Waffengesetz.
Die Sicherheitskräfte, die in Spitzenzeiten mit 65 Personen vor Ort sind, wurden bereits in den ersten Stunden des Winterdoms fündig. Bei mehreren Domgästen fanden die Security-Mitarbeiter verbotene Messer und Pfeffersprays in den Taschen der Gäste. Die Dombesucher mussten die verbotenen Gegenstände in eine verschlossene Plastikbox schmeißen. Anschließend durften die Volksfestgäste den Bummel über den Winterdom beginnen.
Dombesucher von Kontrollen überrascht
Karin Walter zeigte sich überrascht über die Kontrollen: „Ich war die letzten Jahre nicht hier. Mich haben die Kontrollen überrascht.“ Sie selbst wurde nicht überprüft: Die Sicherheitskräfte kontrollieren die Besucher nur stichprobenartig. Für Jörn-Jürgen Grams begann der Dombesuch allerdings mit einer schnellen Durchsuchung im dafür aufgestellten Zelt am Eingang der Feldstraße. „Sicherer fühle ich mich dadurch nicht. Aber stören tut es mich auch nicht“, so Grams.
Die 18-jährige Solveig Bethien wurde beim Betreten des Doms ebenfalls kontrolliert. „Ich finde es toll. Dadurch gibt es mehr Sicherheit“, so die 18-Jährige. Zusammen mit einer Freundin bummelte sie anschließend über den Winterdom.
Domgäste durch Kontrollen nicht gestört
„Die neuen Regeln der Bundesregierung schreiben ein verschärftes Messer- und Waffenverbot für Volksfeste vor, das unter anderem auch Taschen- und Cuttermesser beinhaltet. Wir führen daher Kontrollen an den Eingangsbereichen durch“, erklärte Sören Lemke, Leiter des Dom-Referats in der Wirtschaftsbehörde. Lemke machte sich am ersten Domtag selbst ein Bild von den Kontrollen. Sei Fazit: Die Domgäste seien von den Kontrollen zwar überrascht gewesen, allerdings stören die Sicherheitsmaßnahmen sie nicht.
Bis zum Ende des Winterdoms müssen sich die Fans von Achterbahn und Zuckerwatte auf verschärfte Kontrollen an den Eingängen einstellen. Zu Wartezeiten kam es am ersten Tag jedoch nicht.