Diese Fake-Polizistin verärgert Hamburgs Ordnunghüter

Die angebliche Polizistin „Sara“ posiert in der Speicherstadt.
Alles fake: Die angebliche Polizistin „Sara“ posiert in der Speicherstadt.

Eine angebliche Hamburger Polizistin begeistert auf Instagram Zehntausende mit anzüglichen Bildern in Uniform. „Von dir lasse ich mich gerne verhaften“, schreibt ein Nutzer. Das Problem: „Sara“ gibt es gar nicht. Der Account ist einer von mehreren KI-Profilen, die der Polizei aktuell Sorge bereiten.

Eine Frau posiert in der Speicherstadt vor einem Streifenwagen. Sie trägt eine Polizeiuniform, darunter ein Oberteil mit tiefem Ausschnitt, die blonden Haare sind zu einem lockeren Zopf gebunden. Andere Bilder zeigen sie vorgeblich im Volksparkstadion oder gemeinsam mit Ex-Profifußballer Toni Kroos.

Fake-Profile mit KI-Polizistinnen im Umlauf

Auf ihrem Profil nennt die Frau sich „Sara“, „Deine Lieblings Polizistin“. Knapp 45.000 Menschen folgen der angeblichen Beamtin – aber die Frau auf den Bildern gibt es gar nicht. Das Profil ist eines von vielen KI-Accounts, die aktuell in den sozialen Medien erscheinen.

Ein Bild von „Sara“
Hunderte Nutzer kommentieren die Bilder von „Sara“, ohne an der Echtheit zu zweifeln. Aber es handelt sich um ei KI-generiertes Bild.

„Diese Profile erwecken den Anschein, echte Hamburger Polizistinnen darzustellen“, sagt Polizeisprecher Patrick Schlüse zur MOPO. „In einigen Fällen werden die abgebildeten Personen sexualisiert oder in anzüglicher Weise präsentiert.“ In einigen Postings sollen Nutzer außerdem dazu verleitet werden, auf andere Seiten zu klicken.

Viele Nutzer sind begeistert: „Total heiß“

Mehr als 600 Menschen kommentierten den Post in der Speicherstadt: „total heiß“, „von dir lass ich mich gerne verhaften“ oder „deutsche Polizei wird immer hübscher“, schreiben die einen begeistert. Andere sehen das Auftreten kritisch: „Da soll man euch noch ernst nehmen?“.

Die Kommentare zeigen, dass viele Nutzer nicht an der Echtheit von „Sara“ zweifeln. Polizeisprecher Schlüse stellt klar: „Diese Profile sind nicht authentisch und schaden dem Ansehen der Polizei Hamburg.“

KI-Bilder können an Details erkannt werden

Die Fake-Profile können vor allem an den Details erkannt werden, so Schlüse. Etwa die Kennzeichen der Streifenwagen oder die Sterne auf den Schultern der Uniform passen nicht zusammen. Auf ihrem eigenen Profil weist die Hamburger Polizei außerdem noch einmal darauf hin, dass es keine öffentlichen Profile einzelner Einsatzkräfte gibt, und bittet Nutzer darum, diese Fake-Accounts zu melden.

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„Der Missbrauch von KI-Technologie zur Erstellung solcher Inhalte kann rechtliche Folgen haben – vorliegende Inhalte werden durch uns bereits geprüft“, heißt es in einem offiziellen Statement. Auch Schlüse bestätigt, dass die Polizei bereits mit der Plattform im Austausch ist, um die Menschen zu stoppen, die wirklich hinter den Profilen stecken.

Eine angebliche Hamburger Polizistin begeistert auf Instagram Zehntausende mit anzüglichen Bildern in Uniform. „Von dir lasse ich mich gerne verhaften“, schreibt ein Nutzer. Das Problem: „Sara“ gibt es gar nicht. Der Account ist einer von mehreren KI-Profilen, die der Polizei aktuell Sorge bereiten.