Die größte in Europa: Das kann die neue Superspritze der Hamburger Feuerwehr
Weniger Grundstücksfläche, dafür höhere Gebäude: ein Trend, auch in Hamburg. Neubauten werden immer höher. Aus solchen Häusern im Notfall Menschen zu retten, ist eine Herausforderung. Auch aus diesem Grund investierte die Hamburger Feuerwehr jetzt 1,9 Millionen Euro– eine Investition in die Zukunft .
Der geplante Elbtower könnte bei den Planungen der Feuerwehr eine Rolle gespielt haben. Intern wird das Problem diskutiert, dass Bauten immer höher werden und auch sonst die Herausforderungen gewachsen sind.
Beim Brand in der Billstraße an die Grenzen gekommen
Dies wurde zuletzt beim Großbrand an der Billstraße im April vergangenen Jahres deutlich. Umgeben von Müll und Gerümpel, brannten Lagerhallen lichterloh. Die brennenden Hallen lagen rund 30 Meter von der Straße entfernt. Für die Feuerwehrleute war es lebensgefährlich, sich dem Brandherd zu nähern. Sie löschten den Brand über Drehleitern aus sicherer Entfernung.
Die Drehleitern erreichen jedoch eine maximale Höhe von 30 Metern und können nur bedingt seitlich ausfahren. Ein Meter zu viel, und das Fahrzeug kippt um. Schon lange vor diesem Brand hatte die Hamburger Feuerwehr Maßnahmen ergriffen, um für die Zukunft gerüstet zu sein. Eine Rolle spielte dabei auch der Hafenausbau, die 50 Meter hohen Containerbrücken und die immer höher werdenden Schiffe.
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Am vergangenen Freitag rollte nun ein Teleskopmastfahrzeug (TMF) an der Umweltwache in Wilhelmsburg vor: Nach MOPO-Informationen hat es 1,9 Millionen gekostet und wurde in der Schweiz gebaut. Es ist rund 500 PS stark und wiegt 36 Tonnen.
Seine Besonderheit: Der Teleskopmast lässt sich auf 70 Meter Höhe ausfahren und auf seitlich auf 32 Meter, ohne dass der rund vier Meter hohe Koloss umzukippen droht. Mit einer Superpumpe ausgestattet, kann er 4000 Liter Wasser pro Minute verspritzen und zwei Tonnen anheben. Vom Rettungskorb aus können sich mehrere Höhenretter gleichzeitig abseilen.
1,9 Millionen Euro teures Rettungsfahrzeug ab Sommer im Dienst
In den kommenden Monaten soll das Fahrzeug mit Funktechnik und Beladung ausgestattet werden. Danach werden Maschinisten für den Umgang mit dem TMF ausgebildet. Im Sommer soll es dann offiziell in Dienst gestellt werden. Dann hat Hamburg mit dem TMF 70, so die offizielle Bezeichnung, das europaweit größte Rettungsfahrzeug. Stationiert wird es an er Feuer- und Umweltwache in Wilhelmsburg.