Ein teurer Audi wird abgeschleppt.

Ein teurer Audi wird abgeschleppt. Foto: News4HH

„Car Friday“: Polizei stellt bei Verkehrskontrollen mehr als 3000 Verstöße fest

Der Karfreitag ist für die Auto- und Tuningszene in Hamburg vermutlich der wichtigste Tag im Kalender: Denn zum „Car Friday“ versammeln sich Hunderte Liebhaber sowie Poser an der „Aral“-Tankstelle am Wilhelm-Iwan-Ring im Allermöher Gewerbegebiet. Obwohl es hier deutlich ruhiger als in der Vergangenheit zuging, registrierte die Polizei zahlreiche Verstöße – genau wie bei weiteren Verkehrskontrollen an anderen Orten in der Stadt.

Prägten sonst quietschende Reifen, lautstark aufheulende Motoren und eher fragwürdige Fahrmanöver die Veranstaltung, zeigten sich die Teilnehmer dieses Jahr deutlich zahmer. Ohne großes Spektakel rollten ab 14 Uhr die ersten Autos auf das Tankstellengelände in Allermöhe, die Stimmung vor Ort war familiär, das Publikum gemischt. Viele schauten sich die Fahrzeuge von Campingstühlen aus an, darunter stillgelegte amerikanische Streifenwagen, aufwändig restaurierte Oldtimer und PS-starke Sportwagen der Marken Jaguar, Mercedes und Aston Martin.

„Car Friday“ in Hamburg: Strikte Regeln

Die Szene hatte sich im Vorfeld selbst strenge Regeln auferlegt, um auf Stress mit der Polizei zu verzichten: Musik nur gedämpft, keine waghalsigen Stunts, kein Auspuffknallen. Wer sich nicht daran hielt, riskierte ein Hausverbot.


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Um 16 Uhr hielten sich laut Polizei rund 1000 Besucher rund um das Tankstellengelände auf, außerdem 250 Autos und 100 Zweiräder. Bis in den Abend und die Nacht über sei die Stimmung friedlich geblieben, so ein Polizeisprecher: „Es gab keine Zwischenfälle.“

„Car Friday“ in Hamburg: Das ist die Polizei-Bilanz

Für die Polizei gab es trotzdem einiges zu tun: Die Beamten der sogenannten Autoposer-Einheit kontrollierten Zufahrtsstraßen. Bei rund 350 teilnehmenden Autos wurden mehrere Verkehrsverstöße festgestellt. 17 Autos wurden sichergestellt, in zwölf Fällen wurde die Weiterfahrt untersagt. Grund waren unzulässige Veränderungen am Fahrzeug, die unter anderem vor allem die Lautstärke beeinflussten. Im vergangenen Jahr waren es elf Sicherstellungen. Zudem hatte ein Kradfahrer keinen Führerschein, zehn Autofahrer ein Handy am Ohr.

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Die Polizei kontrollierte aber nicht nur in Allermöhe, im gesamten Stadtgebiet waren Beamte unterwegs und beobachteten den Verkehr. Hamburgweit wurden laut Polizei an dem Tag mehr als 3000 Tempo-Verstöße registriert. 2146 Verstöße wurden mit einem Verwarngeld geahndet. (dg)

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