Brutale Attacke in Hamburger Knast: Beamter schwer verletzt – das sagt die Behörde
In Hamburgs Jugendvollzugsanstalt Hahnöfersand ist es am Samstagnachmittag zu einem schweren Zwischenfall gekommen. Drei Insassen hatten einen Vollzugsbeamten verprügelt, mit seinen eigenen Handschellen gefesselt und einen Schlüssel geraubt, ein weiterer Beamter wurde schwer verletzt.
Der Angriff passierte gegen 15.00 Uhr in der Jugendvollzugsanstalt Hahnöfersand. Laut Justizbehörde „griffen drei Gefangene insgesamt drei Bedienstete an“. Einer wurde von den Heranwachsenden im Alter von 18-21 Jahren „für wenige Minuten in einem Materialraum festgehalten“, nach MOPO-Informationen soll der 35-Jährige brutal verprügelt worden sein. Der Mann wurde mit seinen eigenen Handschellen gefesselt, dann wurden ihm seine Schlüssel entrissen, so der Lagedienst Polizei.
„Einer der Gefangenen nutzte dies, um in eine andere Station zu gehen, wo er umgehend von einem weiteren Bediensteten gestoppt wurde“, erklärt die Justizbehörde. Ein zu seiner Hilfe dazugekommener Vollzugsbeamter „wurde schwer verletzt und musste ins Krankenhaus gebracht werden“.
Attacke auf Bedienstete: Gefangene werden verlegt
Die hinzugerufene Polizei habe nach Auskunft der Beamten in Stade (Hahnöfersand ist ein Hamburger Gefängnis, liegt aber in Niedersachsen) nicht mehr direkt eingreifen müssen.
Was genau zu der brutalen Attacke führte, ist weiter unklar: Die Justizbehörde erklärte, die „genauen Umstände des Vorfalls“ würden derzeit aufgearbeitet und betonte noch einmal, die ursprünglich vom Lagedienst der Polizei Hamburg gemachte Aussage, es habe sich bei der Attacke um einen Ausbruchsversuch gehandelt, könne „derzeit nicht bestätigt“ werden.
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Zwei der beteiligten Gefangenen wurden unmittelbar nach der Attacke verlegt, am Sonntag soll auch der dritte in eine andere Haftanstalt gebracht werden.