Brummi-Kontrollen in Hamburg: Das Ergebnis ist erschreckend
Die Ergebnisse einer Lkw-Großkontrolle auf der A1 in Hamburg schockieren: Bei fast 50 Prozent der kontrollierten Fahrzeuge stellten die Beamten erschreckende Mängel fest. Neben kleineren Verstößen mussten die Polizisten zahlreichen Lastwagenfahrern die Weiterfahrt untersagen. Teilweise waren die tonnenschweren Gespanne mit beschädigten Reifen oder sogar ohne jegliche Ladungssicherung unterwegs.
Da staunten vermutlich auch die erfahrenen Kontrolleure der Polizeigruppe „Schwerlast“: Bei einer durchgeführten Kontrollaktion am Dienstag auf dem Rastplatz Stillhorn, direkt an der A1, stießen die Beamten auf einen besonders nachlässigen Lkw-Fahrer. Der bulgarische Brummi-Pilot hatte seine tonnenschwere Ladung gänzlich ungesichert über die Bundesautobahn chauffiert.
Keine Ladungssicherung oder zerstörte Reifen – lange Mängelliste nach Polizeikontrolle
Nur dünne Holzlatten und drei kleine rote Spanngurte hielten die Ware auf der Ladefläche. Für den Mann und seine schwere Fracht endete die Fahrt auf dem Rastplatz. Er musste vor Ort dafür sorgen, dass seine Ladung ordnungsgemäß gesichert wird.
Aber nicht nur die Ladungssicherung wurde bei mehreren Lastwagenfahrern bemängelt. Bei einem Lkw-Anhänger stellten die Beamten mit geschultem Auge fest, dass ein Reifen einen erheblichen Sicherheitsmangel aufwies. Mehrere Löcher drangen so tief in den Reifen ein, dass das Stahlgerippe des Reifens bereits zu sehen war. Auch hier wurde die Weiterfahrt untersagt.
50 Einsatzkräfte kontrollierten 46 Lastwagen – 20 davon durften nicht mehr weiterfahren
Zwischen 8 Uhr und 14 Uhr hielten die rund 50 Einsatzkräfte der Polizei Hamburg, Polizei Niedersachsen, des Zolls und des Amts für Arbeitssicherheit 46 Lastwagen an. Bei 36 Lastwagen wurden teilweise schwerwiegende Mängel bei der Ladungssicherung festgestellt. Für 20 Lastwagen ging es nach der Kontrolle zunächst nicht mehr zurück auf die Bundesautobahn. Die Mängel mussten zuerst beseitigt werden. Teilweise mussten die Lkw-Fahrer ihre Ladung komplett entladen, um die von der Polizei festgestellten Mängel zu beheben.
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Insgesamt gab es 34 Ordnungswidrigkeiten wegen Verstößen gegen die Ladungssicherungsvorschriften. Außerdem wurden 2 Verkehrsstrafanzeigen und eine sonstige Strafanzeigen geschrieben. Acht Ordnungswidrigkeiten wurden aufgrund technischer Mängel festgestellt, und dreimal wurde eine Überhöhe geahndet. Zudem wurden 23 Verstöße gegen die Lenkzeiten, also gegen die Sozialvorschriften, geahndet. Darüber hinaus gab es fünf Verstöße gegen Gefahrgut- und abfallrechtliche Vorschriften sowie acht schwerwiegende sonstige Mängel.
Die Kontrollaktion an der A1 war die Fortsetzung einer Schulungsaktion von Polizisten aus unterschiedlichsten Wachen. Ein Tag zuvor mussten die Polizisten die Regelungen und Handhabungen im Theorieunterricht büffeln. Einen Tag später konnten sie das Gelernte direkt an zahlreichen Negativbeispielen anwenden.