Ein Bundespolizist steht vor dem Eingang der Wandelhalle am Hamburger Hauptbahnhof.

Ein Bundespolizist vor der Wandelhalle. (Archivbild) Foto: picture alliance / rtn - radio tele nord | rtn, frank bründel

Kaum aus dem Knast, schlägt der Dieb wieder zu – spezielle Beute im Visier

Hunderte Hamburg-Feuerzeuge, mehrere Rucksäcke, Sonnenbrillen und ähnlicher Souvenir-Plunder im Wert von fast 1300 Euro: Ein 39-Jähriger hat am Donnerstagmorgen in einem Andenkengeschäft im Hamburger Hauptbahnhof ordentlich zugelangt – allerdings nach Ladenschluss und ohne zu bezahlen. Der Beutezug endete in einer Ausnüchterungszelle.

Nach Angaben der Bundespolizei überraschten Beamte den Mann kurz nach 4 Uhr vor dem hell beleuchteten Laden, in den er mutmaßlich eingebrochen war. Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes der Wandelhalle hatten den Tatverdächtigen durch die Glasfront bemerkt und heimlich die Bundespolizei alarmiert.

Als der 39-Jährige mit seiner mutmaßlichen Diebesbeute in den Händen herauskam, standen bereits zwei Streifen an der Eingangstür. Der Mann ließ sich widerstandslos festnehmen.

Souvenir-Dieb mit Handschellen gefesselt

Laut Bundespolizei wurde der Mann zu Boden gebracht, mit Handschellen gefesselt und anschließend auf das Bundespolizeirevier im Hauptbahnhof gebracht. Dort stellten die Beamten das Diebesgut im Gesamtwert von 1283 Euro sicher: 314 Hamburg-Feuerzeuge (zusammen 938 Euro), sieben Hamburg-Regenschirme, sieben Hamburg-Rucksäcke sowie diverse Sonnenbrillen. Was der Tatverdächtige mit den Souvenirs vorhatte, sagte er nicht. Die Ware wurde später an einen Mitarbeiter des Geschäfts übergeben.

Ein Atemalkoholtest ergab bei dem Beschuldigten 1,51 Promille. Ein angeforderter Arzt stellte seine Gewahrsamsfähigkeit fest. Danach kam der mutmaßliche Einbrecher in eine Zelle und bekam dort Gelegenheit, auszunüchtern.

39-Jähriger gilt als gewalttätig und saß bereits mehrfach im Gefängnis

Der 39-Jährige ist für die Bundespolizei kein Unbekannter, sondern hatte mit ihr bereits wegen diverser Eigentumsdelikte zu tun. Er gilt als gewalttätig und hat bereits mehrmals im Knast gesessen. Erst im Februar 2026 war er aus einer Haftanstalt entlassen worden. In sechs weiteren Fällen wird bereits wegen des Verdachts auf Ladendiebstahl gegen ihn ermittelt.

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Die Bundespolizei leitete nun ein weiteres Strafverfahren wegen des Verdachts auf einen besonders schweren Fall des Einbruchdiebstahls ein. Der Mann soll noch am Donnerstag ins Untersuchungshaftgefängnis kommen. Dort wird geprüft, ob er einem Haftrichter vorgeführt wird. (mp)

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