Prügelei am S-Bahnsteig wird lebensgefährlich
Am S-Bahnhof Reeperbahn haben sich zwei Männer derart geprügelt, dass sie ins Gleisbett stürzten. Sie hatten großes Glück.
Um kurz vor 2 Uhr in der Nacht zu Freitag standen einige Menschen auf dem Bahnsteig und warteten auf die nächste Bahn, darunter auch zwei 41 und 57 Jahre alten Männer.
S-Bahnhof Reeperbahn: Männer fallen ins Gleisbett
Plötzlich schlugen sie aufeinander ein und stürzten dabei ins Gleisbett. Eine gefährliche Situation. „Es fand noch Regelbetrieb statt“, so Bundespolizei-Sprecher Woldemar Lieder. Zudem können auf den S-Bahnstrecken kurzfristig auch Bauzüge verkehren. „Es muss immer davon ausgegangen werden, dass Gleise von Zügen benutzt werden, solange es keine ausdrückliche Sperrung gibt.“ Die Männer stoppten die gegenseitigen Angriffe nach dem Sturz und kletterten auf den Bahnsteig zurück.

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Bundespolizisten nahmen die Männer fest. Sie gaben den Konflikt zu, schwiegen aber zum Hintergrund. Der 41-Jährige erlitt bei der Schlägerei ein Hämatom im Gesicht und klagte laut Bundespolizei über Schmerzen an der Schulter und im Hüftbereich. Er kam ins Krankenhaus. Der 57-Jährige lehnte eine Behandlung durch den Rettungsdienst ab. Gegen die beiden Männer wurden Verfahren eingeleitet. Ob sie bei der Auseinandersetzung alkoholisiert waren, ist unbekannt.
Bundespolizei warnt vor Betreten der Gleise
Die Bundespolizei warnt vor leichtsinnigem Verhalten an Bahnanlagen. Sprecher Lieder: „Der Aufenthalt im Gleisbereich ist lebensgefährlich und verboten. Zugführer können nicht ausweichen, oftmals sind die Bremswege zu lang, um ein Erfassen von Personen im Gleisbereich zu verhindern.“ Zudem gefährden sich Personen in den Gleisen durch ihr leichtsinniges Verhalten häufig nicht nur selbst, sondern auch Reisende und Helfer.
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Die beiden Männer, die am Bahnhof Reeperbahn aufeinander losgingen, befanden sich in der Nähe der Stromschiene. Diese führt 1200 Volt Gleichstrom. Lieder: „Eine Berührung ist lebensgefährlich.“ (dg)
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