Update: S-Bahn kollidiert an Bahnübergang mit Pkw – so ist die Lage am Morgen danach
Im Feierabendverkehr hat sich in Rissen ein gefährlicher Unfall ereignet: Eine 64-jährige Autofahrerin ist am Donnerstag mit ihrem Wagen auf einen Bahnübergang geraten – kurz darauf prallte eine S-Bahn gegen das Auto. Verletzt wurde niemand. Ein Fahrgast wurde in Gewahrsam genommen. Der Zugverkehr zwischen Wedel und Sülldorf stand lange still – seit dem frühen Freitagmorgen läuft der Betrieb aber wieder regulär.
Gegen 17.23 Uhr fuhr die Frau auf den Bahnübergang Sieversstücken zwischen den Stationen Sülldorf und Rissen. Nach Angaben der Bundespolizei kam sie vermutlich seitlich vom befestigten Übergang ab und geriet mit ihrem Auto ins Gleisbett. Die Fahrerin stieg noch rechtzeitig aus. Kurz danach erfasste eine S-Bahn der Linie S1 das Auto und schleifte es rund 200 Meter mit. An Bord des Zuges waren 235 Fahrgäste.
Unfall in Rissen: Auto von S-Bahn erfasst
Die Autofahrerin stand nach dem Unfall unter Schock. Rettungskräfte und eine Notfallseelsorgerin betreuten sie am Bahnübergang. Anschließend kam sie zur weiteren Untersuchung ins Krankenhaus. Verletzte gab es laut Feuerwehr nicht.

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Feuerwehrkräfte evakuierten den Zug und führten die Passagiere über eine Rettungsplattform aus dem Zug. 152 Fahrgäste wurden mit Bussen zum Bahnhof Wedel gebracht. Rund zwei Stunden nach dem Unfall war die Evakuierung beendet.
Ein Fahrgast wurde laut Bundespolizei in Gewahrsam genommen. Der Mann habe sich den Beamten gegenüber aggressiv verhalten und ließ sich nicht beruhigen. Laut eines Sprechers habe er die Maßnahmen infrage gestellt.
S-Bahn-Strecke lange gesperrt
Die Bahnstrecke zwischen Wedel und Hamburg-Sülldorf war voll gesperrt. Auf der ganzen Linie S1 gab es Abweichungen vom Fahrplan sowie Verspätungen. Der Unfall hatte auch Auswirkungen auf den Autoverkehr. Die Sülldorfer Landstraße war gesperrt zwischen Sülldorfer Kirchenweg und Sieversstücken, es bildete sich ein Stau.
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Der Bahn-Abschnitt ist seit Betriebsbeginn am Freitag aber wieder freigegeben, wie ein Bahnsprecher der MOPO sagte: „Nachdem der Zug am späten Abend von einer Hilfslokomotive abgeschleppt wurde, haben unsere Fachleute die Strecke auf Schäden untersucht. Es waren keine weiteren Reparaturen nötig, sodass der Betrieb am Morgen regulär starten konnte.“
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