18-Jährige in den Tod gerissen: Unbekannte stehlen Blumen der Trauernden
Am späten Donnerstagabend sprang ein 25-Jähriger am Bahnhof Wandsbek Markt vor eine U-Bahn und riss eine 18-Jährige mit sich in den Tod. Laut eines Berichts soll der Mann zwei Tage vor der Tat bereits auf Polizisten losgegangen sein.
Der 25-jährige Südsudanese soll laut „Bild“ am Dienstag Polizisten angegriffen haben. Er sei festgenommen, dann aber wieder freigelassen worden. Die Polizei habe ein Verfahren wegen Widerstandes und gefährlicher Körperverletzung eingeleitet. Die Staatsanwaltschaft bestätigte gegenüber der MOPO am Freitag nur, dass der Mann bereits strafrechtlich in Erscheinung getreten war. Zu konkreten Vorfällen äußerte sie sich nicht.
Wandsbek Markt: Täter und Opfer sterben am Tatort
Der Mann verfügte nach MOPO-Informationen über einen gültigen Aufenthaltstitel. Er soll bis zu seinem Tod in einer Flüchtlingsunterkunft gelebt haben, schreibt die „Bild“.

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Am Donnerstag hielt der Mann sich gegen 22 Uhr am Gleis der U-Bahnstation Wandsbek Markt auf. Als eine U-Bahn einfuhr, packte er völlig unvermittelt eine 18-jährige Iranerin und riss sie mit sich auf die Gleise. Beide starben noch am Tatort.
Die junge Frau soll laut „Bild“ zuletzt in einem Frauenhaus Schutz vor häuslicher Gewalt gesucht haben. Nach aktuellem Ermittlungsstand gibt es keine Hinweise darauf, dass Täter und Opfer sich kannten, teilte die Polizei mit. Die Mordkommission übernahm in der Nacht auf Freitag bereits die Ermittlungen, wertete Videoaufnahmen aus und befragte Zeugen.
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Trauernde hatten am Freitagabend Blumen am Gleis niedergelegt. In der Nacht zu Samstag wurden diese dann aber von zwei Unbekannten gestohlen, wie eine Sprecherin der Hochbahn bestätigte. Die Leitstelle hatte mit einer Durchsage noch versucht, die Diebe zu stoppen – erfolglos. (mp)
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