Hamburg
Tausende Hamburger bekommen ab sofort mehr Geld – und das sogar rückwirkend
Die Hamburg-Zulage für einen Teil der Beschäftigten im öffentlichen Dienst ist unterzeichnet. Jetzt gibt es mehr Gehalt.
Nach zähen Verhandlungen haben die Gewerkschaften Verdi, dbb und der Hamburger Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) kürzlich den Tarifvertrag über die Hamburg-Zulage unterzeichnet. Ab August erhält eine bestimmte Gruppe an öffentlich Beschäftigten nun mehr Geld – auch rückwirkend.
Konkret erhalten Beschäftigte mit Bürgerkontakt ab Februar 2026 rückwirkend eine monatliche Zulage von 100 Euro, die ab Mai 2027 auf 115 Euro ansteigt. Beschäftigte im Sozial- und Erziehungsdienst erhalten zunächst 50 Euro, später 75 Euro.
„Die Kolleginnen und Kollegen haben fünf Jahre für diese Zulage gekämpft. Jetzt ist immerhin der Einstieg in einen eigenen Tarifvertrag und eine Zulage für viele, leider nicht für alle Beschäftigten gelungen“, sagt Ole Borgard, stellvertretender Landesleiter Verdi Hamburg.
Verdi Hamburg: Zäher Kampf um die Hamburg-Zulage
Seit 2021 hatte Verdi für die Hamburg-Zulage gekämpft. Der Grund laut Verdi: Immer mehr Menschen, die im öffentlichen Dienst arbeiten, können sich das Leben in Hamburg nicht mehr leisten – zudem gibt es viele unbesetzte Stellen.
Nach Streiks und anschließend mehreren Gesprächen mit dem Finanzsenator kam es im Oktober 2025 zu einer Einigung. Verdi betont jedoch, dass dies ein „harter Kompromiss“ sei, da es statt für alle Beschäftigten, nur für eine bestimmte Gruppe Zulagen gibt.
Der Kompromiss wurde jedoch von der Tarifgemeinschaft deutscher Länder blockiert. Also widerrief die Stadt Hamburg im November 2025 zunächst die Tarifeinigung.
Schließlich gab es erst in der dritten Verhandlungsrunde im Februar 2026 nach mehreren erfolgreichen Streiks eine Einigung und am vergangenen Montag die endgültige Unterzeichnung der Hamburg-Zulage.
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