Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU, r) und Peter Tschentscher (SPD, l), Erster Bürgermeister von Hamburg, stehen in der Backstube der Brotmanufaktur Sören Korte bei einem Besuch auf dem Handwerkerhof Meistermeile. Merz war zu seinem Antrittsbesuch in Hamburg.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU, r) und Peter Tschentscher (SPD, l), Erster Bürgermeister von Hamburg, stehen in der Backstube der Brotmanufaktur Sören Korte bei einem Besuch auf dem Handwerkerhof Meistermeile. Merz war zu seinem Antrittsbesuch in Hamburg. Foto: picture alliance/dpa/Christian Charisius

Besuch in Hamburg: Hier backen Merz und Tschentscher gemeinsam Brot

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Nach einer Konferenz im heißen Afrika steht für Bundeskanzler Merz ein Termin im kühlen Norden auf dem Programm: Er kommt zum Antrittsbesuch nach Hamburg. Doch kühl ist hier nicht nur das Wetter… Warum die Stimmung angespannt sein könnte.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ist zu seinem Antrittsbesuch nach Hamburg gekommen. Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) begrüßte den Kanzler im Rathaus – traditionell auf dem sogenannten Spiegel. Am späteren Vormittag traten die beiden im Kaisersaal vor die Presse und berichteten vom gemeinsamen Gespräch. Beide betonten, dass das Gespräch freundlich und offen verlaufen sei.

Merz in Hamburg: Über dieses Thema wird wohl gestritten

Im Vorfeld war darüber gemunkelt worden, wie harmonisch das Gespräch hinter verschlossenen Türen wohl verlaufen würde. Der Haushaltsausschuss des Bundestages hatte jüngst einen Beschluss gefasst, in den kommenden Jahren rund 1,35 Milliarden Euro für den Ausbau der militärischen Hafeninfrastruktur in Bremerhaven zu investieren. Hamburg geht aus diesem Etat allerdings leer aus. Das hatte für Empörung in der Hamburger Politik und auch zu Streit zwischen SPD und CDU gesorgt, die sich gegenseitig Vorwürfe machten.

Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) begrüßt Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bei dessen Ankunft im Hamburger Rathaus. picture alliance / Chris Emil Janßen | Chris Emil Janssen
Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) begrüßt Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bei dessen Ankunft im Hamburger Rathaus.
Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) begrüßt Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bei dessen Ankunft im Hamburger Rathaus.

Tatsächlich ging es am Dienstag zwischen Senat und Bundeskanzler dann auch um das schwierige Thema der Hafenfinanzierung, so Tschentscher. Merz betonte, dass der Bund die Bedeutung des Hamburger Hafens für Deutschland sehe und an Förderung, Ausbau und Nutzung des Hafens interessiert sei. Tschentscher erklärte, dass auch Hamburg weiterhin in den Hafen investieren wolle, aber Unterstützung vom Bund benötige – und wies erneut auf die Notwendigkeit einer nationalen Hafenfinanzierungsplanung hin. Seitens des Kanzlers habe er Offenheit verspürt, abschließend zu klären sei so ein komplexes Thema in einer Vormittagssitzung wie am Dienstag aber nicht.

Peter Tschentscher (SPD, r), Erster Bürgermeister von Hamburg, und Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) kommen zu einem Statement im Kaisersaal im Rathaus. Merz beriet sich mit dem Senat über aktuelle Themen und nahm an einer Senatssitzung teil. picture alliance/dpa/Christian Charisius
Peter Tschentscher (SPD, r), Erster Bürgermeister von Hamburg, und Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) kommen zu einem Statement im Kaisersaal im Rathaus. Merz beriet sich mit dem Senat über aktuelle Themen und nahm an einer Senatssitzung teil.
Peter Tschentscher (SPD, r), Erster Bürgermeister von Hamburg, und Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) kommen zu einem Statement im Kaisersaal im Rathaus. Merz beriet sich mit dem Senat über aktuelle Themen und nahm an einer Senatssitzung teil.

Zudem ging es in dem Gespräch unter anderem auch um Klimapolitik und um Hamburg als Wissenschafts- und Luftfahrtstandort und möglicher Austragungsort für die olympischen Spiele. Merz erklärte ausdrücklich Freude darüber, dass es in Hamburg eine Offenheit für ein sportliches Großereignis dieser Art gebe.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU, r) und Peter Tschentscher (SPD, l), Erster Bürgermeister von Hamburg, holen in der Backstube der Brotmanufaktur von Sören Korte (M) Brot aus dem Ofen. picture alliance/dpa/Christian Charisius
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU, r) und Peter Tschentscher (SPD, l), Erster Bürgermeister von Hamburg, holen in der Backstube der Brotmanufaktur von Sören Korte (M) Brot aus dem Ofen bei einem Besuch auf dem Handwerkerhof Meistermeile.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU, r) und Peter Tschentscher (SPD, l), Erster Bürgermeister von Hamburg, holen in der Backstube der Brotmanufaktur von Sören Korte (M) Brot aus dem Ofen.

Zudem hat Merz der Hansestadt die Unterstützung des Bundes bei wichtigen Verkehrsprojekten zugesagt. Dabei verwies der Kanzler auf die Mittel für Infrastruktur aus dem Sondervermögen. „Für Hamburg bedeutet das sehr konkret, dass wir die dringend notwendige Erneuerung der Elbbrücken vorantreiben – ein Schlüsselprojekt für die Mobilität im ganzen Norden”, sagte Merz. Ebenfalls werde mit Druck daran gearbeitet, Baurecht für den Autobahnabschnitt 26-Ost herzustellen. Auch der Eisenbahnknoten Hamburg werde modernisiert, was den Gütertransport verbessere. 

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Er bedankte sich bei Tschentscher und dem Senat für die Gastfreundschaft. „Ich bin ausgesprochen gern in der Stadt und fühle mich sehr wohl.“

Merz und Tschentscher besuchen Handwerkerhof in Lokstedt

Dann ging es für Merz weiter, um gemeinsam mit Bürgermeister Tschentscher den Handwerkerhof „Meistermeile“ im Stadtteil Lokstedt zu besuchen. Dort bietet die Stadt rund 100 kleineren und mittleren Handwerksbetrieben Gewerbeflächen zu günstigen Mieten an. Das Projekt wurde 2019 eröffnet. Hier stand ein Besuch des Kanzlers in der Backstube der Brotmanufaktur von Sören Korte auf dem Programm – samt Backofen-Bedienung und Kostprobe.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) probiert ein Stück Brot in der Backstube der Brotmanufaktur. picture alliance/dpa/Christian Charisius
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) probiert ein Stück Brot in der Backstube der Brotmanufaktur.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) probiert ein Stück Brot in der Backstube der Brotmanufaktur.

Dabei erzählte Merz, er habe bei seiner jüngsten Afrikareise deutsches Brot zum Frühstück vermisst. Er hatte am Montag an einem Gipfeltreffen der Europäischen und der Afrikanischen Union in der angolanischen Hauptstadt Luanda teilgenommen. „Was man am deutschen Brot hat, merkt man immer wieder, wenn man im Ausland ist. Gestern Morgen in Luanda am Frühstücksbuffet hab’ ich gesucht, wo ist ein ordentliches Stück Brot – und keins gefunden”, sagte er nun.

In den meisten Bundesländern hat Merz bereits Antrittsbesuche absolviert. Später reist er von Hamburg zum Arbeitgebertag der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) in Berlin, wo er eine Rede halten soll. (nf/dpa)

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